Zu Gast in der Schwalm: Generalmajor Josef Blotz sprach bei Festkommers

40 Jahre Patenschaft: Generalmajor Josef Blotz. Foto:  Rose

Neukirchen. Die 2. Kompanie des Jägerregiments 1 und Neukirchen verbindet seit 40 Jahren eine Patenschaft: Das Jubiläum wurde mit einem Kommers im Rathaus gefeiert. Geprägt war der Festakt vom Vortrag des ehemaligen Kompaniechefs und heutigem Abteilungsleiter Operations-Division im Nato-Hauptquartier in Brüssel Generalmajor Josef Blotz.

Mit Tränen in den Augen sei er damals gegangen, bis heute bestünden Kontakte und Freundschaften. In Neukirchen habe er nicht nur geheiratet, er habe im Knüll auch beruflich eine zufriedene und erfüllende Zeit erlebt. Wenngleich das Kasernenleben im Vergleich zu heute ein anderes gewesen sei: „Die Hintergrundmelodie ist eine andere“, sagt Blotz. Und meint: Den Kalten Krieg und die Aufgaben der Bundeswehr an der innerdeutschen Grenze.

Soldatisch habe er in der Kaserne eine Art „Formel 1 Startaufstellung“ mitbekommen -„Dienstfreude, Motivation, aber auch das Aufgefangensein im zivilen Umfeld“. Schwarzenborn bezeichnet Blotz als seine „militärische Wiege“.

Aktuell ist der Generalmajor Operationschef der Nato und unter anderem zuständig für Einsätze am Hindukusch, im Kosovo, Ausbildung und Luftverteidigung. Intensiv beschäftigt ist Blotz mit der Russland-Ukraine-Krise: „Ich glaube, dass wir jetzt eine Zeit erleben, die eine sicherheitspolitische Zeitenwende bedeutet.“ Die Krise erfordere eine Neujustierung des Bündnisses. „Es ist nicht nur ein militärisches Bündnis, sondern auch ein politisches.“

Die Bundeswehr sei daran maßgeblich beteiligt. Das Selbstverständnis habe sich nicht verändert. Jedoch sei die Armee beziehungsweise die innere Führung geprägt durch die Erfahrungen der Vergangenheit: „Die Armee sieht sich nicht mehr als Staat im Staat, sondern als Teil einer freien demokratischen Gesellschaft.“

Die Bundeswehr sei internationaler geworden. „Wir sind ein Global Player in Sachen Sicherheitspolitik“, erklärte Blotz. Das UN-Mandat verstehe er als Auftrag für Frieden und Freiheit: „Und daran sind auch Soldaten aus Schwarzenborn beteiligt.“ (zsr)

Von 1981 bis 87 war Blotz im Knüll stationiert: „Das war in meiner bisherigen Dienstzeit die längste Zeit an einem Ort.“

Quelle: HNA

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