Wirte von Restaurants und Kneipen verhalten optimistisch – Regionale Küche gefragt

Gastgewerbe im Aufwind

In der Schwalm wird der Gast gut bedient: Auf unserem Foto schenkt Marianne Seeger ihrer Chefin Monika Rühl Im Restaurant und Hotel Landgraf in Ziegenhain einen guten Tropfen ein. Foto: Schorn

Schwalm. Die Arbeitslosenzahlen gehen zurück, die Wirtschaft boomt wieder. Das merken nun langsam auch die Gastwirte und Hoteliers im Kreisteil Ziegenhain. „Wir spüren einen leichten Trend nach oben“, berichtet Georg Rockensüß, selbst Gastwirt in Allendorf/L. und gleichzeitig Vorsitzender des Kreisverbands Ziegenhain des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. „Meine Kollegen und ich sind für die Zukunft verhalten optimistisch“, erklärt Rockensüß.

So sei die Adventszeit mit den Weihnachtsfeiern aller Art sehr gut für die Gastwirte gewesen. „Man merkt wieder, dass die Menschen vermehrt auch außerhalb essen gehen“, beobachtet der Inhaber des Gasthofs Rockensüß.

Auch die Hotels und Beherbergungsbetriebe spüren einen wirtschaftlichen Aufschwung. „Positiv ist auch, dass durch die Absenkung der Mehrwertsteuer für Hotelbetriebe auf sieben Prozent notwendige Investitionen endlich getätigt werden können“, sagt Anna Homm, Geschäftsführerin des Dehoga-Bezirksverbands Nord- und Osthessen. Diese Kapitaleinsätze kämen dann auch dem örtlichen Handwerk und der Wirtschaft zugute. Zudem zeichne sich ein Trend zu frischen, saisonalen und regionalen Speisen ab. „Die einheimische Küche ist wieder sehr attraktiv, wenn der Geschmack und das Preis-Leistungsverhältnis stimmen“, so Anna Homm.

Einzig bei den kleinen Eckkneipen gibt es einen Rückgang der Geschäfte zu verzeichnen, so die Geschäftsführerin des Dehoga-Bezirksverbands. „Junge Leute zieht es mehr in die Ballungszentren und auch das Rauchverbot hat den Wirten dort einige Zeit lang zu schaffen gemacht“, erläutert sie und fügt hinzu: „Seit vergangenem Jahr gibt es in Hessen aber wieder ein etwas gelockertes Nichtrauchergesetz für Eckkneipen.“

Durststrecke für Kneipenwirte

So scheinen die kleinen Eckkneipen in der Schwalm zumindestens die wirtschaftliche Talsohle erreicht zu haben. „Es geht wieder aufwärts“, meint etwa der Wirt des Treysaer Lokals Markteck, Stefan Sieckenius. Ein wirklicher Aufschwung sei aber noch nicht zu spüren.

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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