Gasthaus Altes Forstamt im Genussführer der Slow-Food-Bewegung aufgenommen

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Auszeichnung durch Slow Food: Berit und Thomas Raabe (rechts) gehören zu den bundesweit 155 gastronomischen Betrieben, die bislang in den Genussführer aufgenommen wurden. Ebenfalls auf dem großen Bild: von links Tester Harald Eisenhut und Dr. Hanns-Ernst Kniepkamp Convivien-Leiter Nordhessen.

Altmorschen. Produkte aus der Region, verarbeitet zu Speisen entsprechend alten Rezepten oder ganz neu kreiert, damit verwöhnen Thomas und Berit Raabe die Gäste des Alten Forstamtes in Altmorschen. Auf diese Weise stellte sich der Erfolg ein.

Bei zwei unangemeldeten Testterminen haben sie die Anforderungen von Slow Food erfüllt und sind damit in den bundesweiten Genussführer aufgenommen.

In Nordhessen schaffen nur drei Gastronomen die strengen Hürden: neben dem Alten Forstamt sind es noch die Jausenstation in Großalmerode-Weißenbach und Jean Bonnet in Hofgeismar-Kelze. Das Restaurant in Altmorschen ist das Erste in Nordhessen, das dieser Tage den Aufkleber als Hinweis erhielt. Ein Schild im DIN-A-5-Format wird nachgeliefert.

Noch sind die bundesweit 155 Lokale, die es geschafft haben, nur im Internet zu finden. „200 sollten es werden, dann werden sie in einem Buch vertreten sein“, sagt Dr. Hanns-Ernst Kniepkamp, Vorstandsmitglied bei Slow Food.

Der Aufkleber, den Raabes als Erste in Nordhessen erhalten haben. Foto:  Müller-Neumann

Zweimal war Tester Harald Eisenhut zum Essen bei Raabes – mit einer Gruppe, damit möglichst viele Speisen verkostet werden können. Hätte nur eine den trainierten Geschmacksknopsen nicht zugesagt, wäre der Test beendet gewesen. Und, so Eisenhut: „Das Ergebnis muss einstimmig sein.“ Durchgefallen seien sogar die meisten der getesteten Restaurants, sagt Eisenhut.

Wer und wann kommen würde, wusste Thomas Raabe nicht. Gleichwohl: „Wenn bei einer größeren Gruppe jeder etwas anderes bestellt, sozusagen die ganze Bandbreite der Menus, liegt der Verdacht nahe.“ Anders gekocht werde aber trotzdem nicht.

Ohnehin wechseln die Gerichte je nach Jahreszeit, und immer wieder lässt sich Küchenchef Thomas Raabe eine neue Variation einfallen. Er probiert gerne aus und gibt zu: „Manches landet auch im Müll.“ Hintergrund

Quelle: HNA

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