Gasthaus Krone: Mehr Zeit für die Planung

Gilt als das älteste Gasthaus Hessens: Die Krone am Marktplatz in Homberg. Das Fachwerkhaus wurde 1480 erbaut. Foto/Zeichnung: privat

Lange ist in Homberg darüber diskutiert worden, was mit der seit 2011 leerstehenden Krone - dem ältesten Gasthaus Hessens - geschehen soll. Das Vorhaben: Eine Handwerkerkooperative soll gegründet und das Haus saniert werden.

Doch es ist still geworden um die Pläne. Wir haben nachgehakt.

Homberg. Die Krone, das traditionelle Wirtshaus am Marktplatz, ist zwar wieder geöffnet, doch müsste das Gebäude renoviert werden. Die Stadt hat dafür aber kein Geld. Die Idee von Bürgermeister Dr. Nico Ritz war es, das Gebäude über eine noch zu gründende Handwerkerkooperative zu sanieren. Die Handwerker würden ihre Arbeitskraft einsetzen und dafür Anteile an der Krone erwerben. Im Juni hatte die Hessische Landgesellschaft (HLG) im Auftrag der Stadt das Haus gekauft - um die Handwerkerkooperative ist es ruhig geworden.

Die Kooperative 

Die Voraussetzungen für die Handwerkerkooperative sei unverändert. Derzeit suche man aber nicht aktiv nach möglichen Handwerkern. „Wir hatten schon unsere Fühler ausgestreckt und die Rückmeldung war gut. Wir haben für jedes Gewerk jemanden gefunden“, so Ritz. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Handwerker nicht mehr mitziehen würden. Man müsse aber erst Rechtssicherheit schaffen, damit das Projekt auch funktioniere, erklärt er. Man werde nichts übers Knie brechen: „Wir wollen ja nicht, dass es uns um die Ohren fliegt“, betont er. Jetzt müssten unter anderem aber auch noch die Bedingungen für die finanzielle Förderung des Projekts geklärt werden.

Die Gastronomie 

Es sei möglich geworden, die Gastronomie wieder zu verpachten. Gleichzeitig sei dem Pächter Thomas Nied klar, dass es keine Lösung für die Ewigkeit sei. Man werde in mittlerer Zukunft mit intensiven Bauarbeiten beginnen. Genauere Angaben dazu machte Ritz nicht.

Der Vorteil 

Dadurch, dass der Betrieb derzeit laufe, habe man mehr Zeit gewonnen und es hätten sich neue Perspektiven ergeben. Ein Beispiel dafür sei, dass man besser ausloten könne, wie das erste Obergeschoss (Saal) genutzt werden kann.

Der Kauf 

Das Gasthaus Krone, das einer Investment-Dachgesellschaft in den USA gehörte, kostete knapp 71.000 Euro. 70 Prozent davon bekam die Stadt aus dem Städtebauförderprogramm, der Eigenanteil (21 400 Euro) wurde durch einen Zuschuss des Vereins „Bürger für Homberg“ finanziert.

Quelle: HNA

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