Gaunerjagd im Nachtclub: Trutzhainer Bühne bereitet sich auf Premieren vor

Proben seit Sommer: Die Laiendarsteller der Trutzhainer Bühne zeigen am ersten Novemberwochenende unter anderem die Komödie „Ein krummes Ding“. Foto: Rose

Trutzhain. In Trutzhain kursiert seit Jahrzehnten ein kurioses Gen - das Theatergen. Vom Kindergartenkind bis zum Rentner stehen im Schwalmstädter Ortsteil die Hobbyschauspieler regelmäßig im Herbst auf der Bühne im Dorfgemeinschaftshaus.

„Nachwuchsprobleme haben wir zum Glück nicht“, sagt Michael Sperlich. Seit Sommer proben mehr als 30 Akteure in drei Gruppen für ihre Auftritte. Die Erwachsenen zeigen an zwei Abenden die Gaunerkomödie „Ein krummes Ding“, zuvor schlüpfen die Jugendlichen in der Kriminalkomödie „Das Toupet“ in unterschiedliche Rollen. Am Sonntag stehen die Jüngsten im Mittelpunkt. Beim Familientag steht die Gruselkomödie „Geisterstunde auf Schloss Balmor“ auf dem Programm, die Kinder der Rotkäppchenschule zeigen „Das verschwundene Märchenbuch“. Zusätzlich ist eine Aufführung der Kindergartenkinder geplant.

Leiterin der Jugend- und Kindergruppe ist Anja Braun. Neben wöchentlichen Proben setzt sie auf Theatertage: „Da proben wir ganz konzentriert“, erklärt sie. Dagegen sind die Laiendarsteller der Gaunerkomödie meist schon alte Hasen: „Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen“, sagt Ensemblemitglied Friedrich Sperlich. Ihm zur Seite stehen bei der aktuellen Aufführung Norbert Braun, Michael Sperlich, Heike Schoßhardt, Anja Wahl, Karl Heinz Gutheil, Ralf Göbel und Armin Teuchler. Andrea Kaminski feiert ihre Bühnenpremiere.

Gutheil übernimmt eine Doppelrolle und ist Regisseur. Als Souffleuse steht Monika Krell bereit, für die Maske ist Lydia Trexler zuständig. Das Publikum darf sich auf eine heitere Gaunerkomödie in drei Akten freuen. Darin stehlen Einbrecher „Eddi“ und sein Bruder wertvolle Diamanten. Als Versteck wählen sie ausgerechnet den Nachtclub „Funny Bunny“ - ein kniffliger Fall für Polizeikommissar Ernst Bissig und Wachtmeister Spuhler. Neben dem Schauspiel kümmert sich die Truppe derzeit um ein ansprechendes Bühnenbild. Der Fundus an Mobiliar ist mittlerweile groß. (zsr)

Quelle: HNA

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