Gerburg Jahnke und Gästinnen lockte über 600 Besucher

Geballter Humor der frechen Frauen im Kulturzelt

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Ein Duett am Klavier (von links): Gerburg Jahnke und Barbara Ruscher

Wolfhagen. Gerburg Jahnkes Einladung ins Wolfhager Kulturzelt sind nicht nur vier begnadete Kabarettistinnen und Entertainerinnen, sondern auch über 600 Besucher gefolgt.

Zweieinhalb Stunden geballter weiblicher und manchmal auch unanständiger Humor erwarteten das Publikum. Unterstützung erhielt Kabarettistin Gerburg Jahnke von Barbara Kuster aus Potsdam, Madeleine Sauveur aus Braunschweig, Patrizia Moresco aus Stuttgart und Barbara Ruscher aus Köln-Sülz.

Unterschiedlicher hätten die vier Frauen kaum sein können. In der Rolle der streng wirkenden Preußin, möchte Barbara Kuster eine Führungspersönlichkeit werden. Ihr Ziel: erste weibliche Bundespräsidentin. Dabei hatte sie doch keine leichte Kindheit. Bereits im Kindergarten musste sie Friedenstauben falten. „Die armen Tiere“, sagt die Kabarettistin aus Potsdam. Natürlich wurde auch ordentlich über die Berliner Politik hergezogen.

Madeleine Sauveur hat, wie ihr Name bereits verrät, französische Wurzeln. In ihrem knallroten und engen Kleid brachte sie für einen kurzen Moment den Sommer in das Wolfhager Kulturzelt. Dabei gab die Braunschweigerin dem Publikum einen kleinen Einblick in ihre Persönlichkeit. Denn sie hat so viele Stimmen in sich. „Ich weiß dann gar nicht mehr wer wir, wer ich bin“, sagt die Musikkabarettistin. Auch die Geburtstage sind nicht mehr das was sie mal waren. Man bekomme nur noch Gutscheine geschenkt. „Zum Beispiel eine Führung ins Berliner Rotlichtmilieu mit Bettina Wulff.“

Patrizia Moresco aus Stuttgart heizte dem Publikum ordentlich ein. „Ich komme aus einem Land wo Diebstahl ein Volkssport ist“. Gemeint ist Italien. Viele lustige Momente zwischen deutsch-italienischen Begegnungen, die Patrizia Moresco am eigenen Leib erleben musste. Es ist ein Spagat zwischen „Hartweizen und Eiernudeln, zwischen al dente und weichgekocht“, sagt die Stuttgarterin.

Der letzte Gast kommt aus Köln-Sülz - einen sehr kinderreichen Stadtteil Kölns. Mit vielen Öko-Freaks. „Bei uns sitzen die Karnickel auf der Wiese und bekommen Komplexe“, sagt die Kölnerin Barbara Ruscher.

Natürlich wurde an diesem Abend auch viel über Männer und die Beziehungen zu diesen gesprochen. „Auch ich habe einen Mann“, sagt Gerburg Jahnke. „Er läuft in der Wohnung frei herum - das ist schon gewöhnungsbedürftig.“

Was wäre so ein Abend ohne das Thema Sexualität. Darüber wurde natürlich auch geredet - aber erst nach der Pause.

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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