Gemeinde Körle hat nur geringe Möglichkeiten, Einnahmen zu erhöhen

Gebühren sollen steigen

Wichtigstes Projekt: Für den Anschluss von Körle an die Melsunger Kläranlage muss die Gemeinde investieren. Deswegen steigen in Körle die Kanalgebühren. Foto: Gehlen

Körle. Die Bewohner der Gemeinde Körle müssen sich auf steigende Gebühren einstellen. Dies wurde auf der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments deutlich. Im Gespräch sind unter anderem eine Anhebung der Friedhofsgebühren, der Kinderbetreuungskosten und der Kanalgebühren bereits ab dem 1. Juli.

Das Parlament beschloss entsprechende Prüfaufträge zusammen mit dem Haushaltssicherungskonzept (HSK). Das sieht insgesamt acht neue Punkte vor, um die Finanzen der Gemeinde wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Erhöhung der Kanalnutzungsgebühr von 3,15 Euro auf 3,40 Euro ist dabei einer der wichtigsten Schritte. 27 000 Euro mehr soll das jährlich einbringen und so den Anschluss an die Melsunger Kläranlage finanzieren. Die Anhebung soll vorgezogen werden, weil die Gemeinde bereits im laufenden Jahr ein Minus von 27 280 Euro erwartet.

Viel Spielraum, seine Finanzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, hat Körle aber nicht. Das zeigen die weiteren geplanten Schritte: Die Anhebung der Pachtpreise um fünf Prozent beispielsweise bringt pro Jahr gerade einmal 600 Euro. Die Mieterhöhung von Gemeindewohnungen bringt 1100 Euro.

Bei anderen Punkten geht es nur um wenige Hunderte Euro. „Das ist das berühmte Eckenauskehren, um noch etwas Kleingeld zu finden“, sagte Michael Oetzel (SPD).

Dass die Gemeinde Körle keine großen Spielräume hat, zeigte sich auch bei der Abstimmung: Haushaltsplan, Investitionsplan und Haushaltssicherungskonzept wurden einstimmig beschlossen.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

Kommentare