Dr. Heinz-Josef Kaum ist neuer Chefarzt der Frauenklinik in Ziegenhain

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Stehen den Schwangeren zur Seite: Gisela Muschko, Melanie Marker, Dr. Katja Treiber, Ramona Naumann und Chefarzt Dr. Heinz-Josef Kaum.

Ziegenhain. Die Frauenklinik am Asklepios-Klinikum Schwalmstadt hat sich nach dem Umzug aus Homberg im vergangenen Sommer jetzt auch personell neu aufgestellt: mit dem Chefarzt Dr. Heinz-Josef Kaum (51) und der Oberärztin Katja Treiber.

Unterstützt werden die beiden von insgesamt elf Hebammen sowie Kinderkrankenschwestern. Trotz des Trends zum Kaiserschnitt – in Ziegenhain kommen etwa 40 Prozent der Kinder auf diesem Weg zur Welt – wollen die Geburtshelfer künftig wieder stärker das Bewusstsein stärken, auf normalem Wege zu gebären. Mit einem Teil der Kaiserschnitte trage man jedoch auch der Tatsache Rechnung, dass die Kinder heute oft schon im Mutterleib schwerer seien, als noch vor 20 Jahren, erläuterte Dr. Kaum.

Rheinland und Thüringen

Der 51-Jährige stammt gebürtig aus dem Rheinland und arbeitete unter anderem als Oberarzt an Kliniken in Wuppertal, Paderborn und Köln, später als Chefarzt in Soost. Seit Juli leitet Kaum die Klinik für Geburtsthilfe und Gynäkologie am Klinikum Schwalmstadt. Seine Kollegin Katja Treiber ist 32 Jahre alt, stammt aus Thüringen, und ist bereits seit 2007 am Asklepios-Klinikum tätig, vormals in Homberg unter Dr. Reinhard Trolp. Die Medizinerin machte 2010 ihren Facharzt und ist seit Juli Oberärztin der Frauenklinik. Unterstützt werden die Ärzte unter anderem von den Hebammen Ramona Naumann und Melanie Marker sowie der Kinderkrankenschwester Gisela Muschko.

Die Damen stehen den Schwangeren mit Rat und Tat zur Seite: Gerade haben die Geburtshelfer neue Angebote und Kurse im Bereich der Vorsorge, Geburtsvorbereitung, Nachsorge und Betreuung ausgearbeitet. Darüber informiert in Kürze auch eine neue Internetseite der Frauenklinik. „Wir wollen möglichst früh eine persönliche Bindung zu den Frauen bekommen, damit sie sich bei uns wohl fühlen“, sagt Naumann.

Derzeit ist die Klinik mit sechs Wöchnerinnenzimmern in der zweiten Etage des Altbaus untergebracht: Doch schon in etwa neun Monaten wird die Abteilung in den sich gerade im Bau befindenden neuen Komplex ziehen. Dann wird es neun Zimmer geben. Derzeit kommt in 24 Stunden ein Kind in Ziegenhain zur Welt, das sind etwa 300 Geburten im Jahr. Individuell und warmherzig soll die Betreuung auch nach der Geburt weiter gehen. Gisela Muschko bietet unterschiedliche Spiel- und Bewegungsangebote für Babys und Mütter an. Etabliert hat sich bereits ein Mutter-Kind-Treffen jeden ersten Mittwoch im Monat. „Hier tauschen sich Mütter über das aus, was ihnen am Herzen liegt“, erklärt Ramona Naumann.

Im Team wolle man eine möglichst individuelle Geburtshilfe anbieten. Wichtig sei deshalb auch, dass es für die Station keinen Bereitschaftsdienst gebe, sondern immer ein Facharzt vor Ort sei. Auch ein Kinderarzt könne unmittelbar hinzugezogen werden.

Zur Brustkrebsdiagnostik in die Zentren

Im Bereich Gynäkologie bietet das Klinikum keine Brustkrebsdiagnostik an. Das wolle man den Zentren in Kassel und Marburg überlassen, erläuterte Dr. Kaum. Stattdessen habe sich die Abteilung auf Krankheiten der Genitale spezialisiert - mit Schwerpunkt auf der großen Krebschirurgie. Dazu zählen bösartige Erkrankungen der Eileiter sowie der Eierstöcke. „Dies kann in Ziegenhain jetzt heimatnah und ausgedehnt operiert werden“, erklärte der Gynäkologe. Sollte eine Chemotherapie nötig sein, ist dies ebenfalls im Haus möglich. Zur Strahlentherapie müssen die Patientinnen weiterhin nach Kassel oder Marburg. Behandelt werden können in Ziegenhain künftig auch Gebärmuttersenkungen sowie Inkontinenz. (zsr)

Quelle: HNA

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