Wolfhagen spekuliert mit Schließung an Fritzlarer Klinik

Geburtsstation: Erhält Hospital Konkurrenz?

Hospital zum Heiligen Geist.

Fritzlar. Die Gerüchteküche um die Geburtshilfestation am Hospital zum heiligen Geist in Fritzlar brodelt weiter. Nahrung erhält sie jetzt aus Wolfhagen.

Die Stadtverordneten dort lassen prüfen, ob unter Berücksichtigung einer möglichen Schließung der Fritzlarer Station - und somit eines größeren Einzugsbebietes - eine Wiedereröffnung der Geburtshilfestation in der Kreisklinik Wolfhagen möglich wäre.

Diesen Auftrag haben die Parlamentarier am Donnerstagabend an den Landkreis Kassel und die Gesundheit Nordhessen Holding gestellt. Davon wenig beeindruckt zeigte sich am Freitag Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat: „Es ist gar nichts an dem. Wir schließen nicht.“ Stattdessen suche die Geschäftsführung mit Hochdruck nach Nachfolgern der beiden Gynäkologen, die zum Jahresende in den Ruhestand gehen, so Spogat, der stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Klinik ist. Dafür gebe es mehrere Möglichkeiten: „Kooperation oder neue Ärzte.“

Es gebe Zwischenergebnisse, aber: An Gerüchten beteilige er sich nicht. Diese schürten Unsicherheit, sorgten für Unruhe bei Mitarbeitern, und die öffentliche Diskussion schrecke Bewerber ab, sagte Spogat mit Blick auf eine Anfrage der Fritzlarer SPD, die ihre Sorge um die Klinik bekundet hat (wir berichteten).

„Wie immer handelt es sich um Gerüchte“, sagte die Stiftungs-Geschäftsführerin Barbara Gawliczek. Diese bereiteten ihr keine Sorgen: „Totgesagte leben länger.“ Selbst wenn die Geburtenstation in Wolfhagen wieder öffnen würde, habe die Fritzlarer Station ausreichend Auslastung.

Gawliczek betonte, dass sie davon ausgeht, dass die Station aufrechterhalten werde. „Wir werfen aber keine Nebelkerzen und suchen im Stillen eine tragbare Lösung.“ Geschäftsführer Heinrich Gerdes war nicht zu erreichen. Spogat und Gawliczek sprachen ihm ausdrücklich das Vertrauen aus.

Quelle: HNA

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