Literarische Klangreise im ausverkauften Historischen Rathaus

Gedichte zur Gitarre

Heitere Gedichte großer Literaten: Michael Schoplick stellte das Programm im historischen Rathaus von Borken zusammen. Fotos: Eberlein

Borken. Musik, die Träume anregt und Texte, die der Phantasie großer Dichter entsprangen, präsentierten Michael und Gereon Schoplick aus Bad Wildungen beim ersten Gitarrenfestival der Region Edersee in Borken. Vater und Sohn gastierten im Historischen Rathaus.

Michael Schoplick hatte ein literarisches Potpourri aus Gedichten von Morgenstern, Wilhelm Busch, Ringelnatz, Erich Kästner und Peter Paul Althaus mitgebracht. Wahre Raritäten erweckte der 85-Jährige, der alle Texte aus dem Kopf rezitierte, zum Leben.

Als ehemaliger Buchhändler kennt er sich hervorragend aus auf literarischem Terrain. Nicht überkorrekt sein und die Welt auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, so lautete der Hintergrund vieler der vorgetragenen Gedichte.

Mit musikalischer Lyrik und seinen Gitarren ergänzte Gereon Schoplick das Programm. Es waren keine Texte nötig, sondern lediglich sechs oder zwölf Gitarrensaiten, um den Zuhörern Geschichten zu erzählen. Mit einem Mix aus bekannten Stücken, unter anderem von Genesis und den Beatles, lateinamerikanischen Klängen und eigenen Kompositionen nahm er das Publikum im ausverkauften Rathaus mit auf eine Klangreise, von Südamerika und bis zum Jahreswechsel vor der eigenen Haustür. Schnell war für das Publikum spürbar, dass die Musik für ihn mehr ist als nur ein Hobby.

Die beiden Schoplicks schufen eine persönliche und gemütliche Atmosphäre, in der sich das Publikum so wohl fühlte, dass es die beiden Akteure erst nach einer Zugabe von der Bühne ließ.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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