Gefahr für Borkener Taka-Tuka-Land

ClaudiaMatys

Borken. Pippi Langstrumpf, die Kinderbuchheldin von Astrid Lindgren, reiste einst ins Taka-Tuka-Land. Auch in Borken gibt es ein solches Land, allerdings ist es in Gefahr.

Entstanden ist das Taka-Tuka-Land - hinter dem Namen verbirgt sich ein Ladengeschäft in der Borkener Bahnhofstraße - als Ergebnis einer Radiosendung. Der Verein Borkener Strolche war aufgefordert worden, den Laden innerhalb von 48 Stunden herzurichten. Das war 2011, seitdem gibt es das Taka-Tuka-Land in Borken.

Leih-Omis und anderes

Der Verein macht dort unterschiedliche Angebote, sagt Vorsitzende Claudia Matys. Ob Leih-Omis, die nach Absprache Kinder in den Räumlichkeiten betreuen, Bastelstunden oder die wöchentliche Krabbelgruppe. Jugendliche treffen sich dort manchmal einfach, um zu entspannen.

Es gibt Themenabende, aber auch die Möglichkeit, den Laden für einen Kindergeburtstag gegen eine Spende zu mieten. Man könne mühelos mit bis zu 15 Kindern dort feierten, sagt Matys.

Das Angebot kommt also gut an, doch das Problem ist - wie so oft - das Geld. In der ersten Zeit sei die Spendenbereitschaft noch groß gewesen, sagt Matys. Viele hätten sich beteiligt und geholfen.

Doch inzwischen sei es schwieriger geworden. „Wir suchen eine gute Idee oder einen Partner“, sagt sie. Am lieb sten wäre es ihr, wenn ein Sponsor die laufenden Kosten übernehmen würde, die Matys auf 250 Euro im Monat beziffert. Das würde Miete und Nebenkosten abdecken.

Dieser Betrag solle und könne nicht aus den Mitgliedsbeiträgen bezahlt werden. Die Borkener Strolche zählen laut Matys 73 Mitgliedsfamilien, die im Monat einen Euro Beitrag bezahlen. „Wir wollen so günstig sein, dass es sich jeder leisten kann“, erläutert sie. Deswegen nähmen die Strolche beispielsweise auch nicht zehn Euro Gebühr für einen Bastelnachmittag, sondern verwendeten lieber Reste als Bastelmaterial.

Bis zu den Sommerferien will der Verein das Taka-Tuka-Land auf jeden Fall geöffnet lassen. Dann könnte nach der beliebten Ferienbetreuung Schluss sein, wenn bis dahin keine Lösung für den Kinderladen gefunden wird.

Sollte das passieren, würde Pippi Langstrumpf auf der Suche nach dem Taka-Tuka-Land in Borken nicht mehr fündig werden. • Kontakt: Borkener Strolche, Claudia Matys, Tel. 0 15 73/15 27 099 • Gesucht werden auch noch ehrenamtliche Helfer.www.borkener-strolche.de

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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