Gefahr für Fußgänger

Felsberger Ortsdurchfahrt: Aufteilung der Kosten für Mauersanierung unklar

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Kaputte Mauer, gesperrter Gehweg und Gefahren für die Fußgänger: Sie müssen am Obertor in Felsberg auf die andere Seite. Und das ist sehr gefährlich, weil die Landesstraße stark befahren wird und die Bürgersteig-Sperrung aus Richtung Lohrer und Niedervorschützer Straße am Ende einer Kurve beginnt. Der Bürgersteig ist seit November komplett gesperrt.

Felsberg. Nach der Sperrung des Gehweges entlang der maroden Basaltstein-Mauer am Obertor in Felsberg besteht akute Gefahr für Fußgänger, die die stark befahrene Landesstraße überqueren müssen. Der unbefriedigende Zustand war Thema in der jüngsten Ortsbeiratssitzung.

Der Ortsbeirat stellte fest, dass durch die Sperrung des Bürgersteigs zwischen den Häusern Maifarth und Paschedag ein Überqueren der Landesstraße „nur unter höchster Gefahr möglich ist”. Die Stadt Felsberg wurde aufgefordert, schnellstmöglich für Sicherheit zu sorgen und sich umgehend mit den zuständigen Stellen in Verbindung zu setzen. In Höhe der Häuser Maifarth und Voß/Scheffer müssen für Fußgänger sichere Überquerungsmöglichkeiten geschaffen werden, forderte der Ortsbeirat.

Die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung Hessen Mobil müsse die jetzt durch Gitter abgesperrte Mauer sanieren, „die Stadt Felsberg ist dicke mit dabei”. So formulierte es Ortsvorsteher Klaus Döll. Vom städtischen Bauamt habe er erfahren, es sei kein Geld da, und vor dem Jahr 2016 werde nichts passieren. Bei einem Ortstermin mit Hessen Mobil habe die Stadt bereits auf die Gefahren für Fußgänger hingewiesen, erklärte Döll. Auch der Denkmalschutz sei beteiligt.

Aktualisiert um 15.20 Uhr

„Das Thema wird uns lange beschäftigen und deshalb müssen dringend zwei gesicherte Überwege geschaffen werden”, sagte ein Ortsbeiratsmitglied. Stadtrat Hans Poth, der als Gast an der Sitzung teilnahm, sieht dringenden Handlungsbedarf, da auch sehr viele Schüler betroffen seien. Die jetzige, höchst gefährliche Situation dürfe nicht toleriert werden.

„Hessen Mobil ist verantwortlich, die Mauer zu sanieren und für Verkehrssicherheit zu sorgen”, sagte im Ortsbeirat ein Anwohner der Lohrer Straße. Während der Diskussion wurde angeregt, die Mauer nicht mehr in der jetzigen Höhe aufzumauern. Auch so könne man Geld sparen. Ein Ortsbeiratsmitglied betonte, Hessen Mobil habe die Verkehrssicherungspflicht. Angesichts des seit Jahren schlechten Zustandes hätte sich Hessen Mobil schon eher für eine Finanzierung des Bauvorhabens einsetzen müssen. Der jetzige Zustand sei untragbar, der "hochgradige Gefahrenpunkt” müsse schnellstens beseitigt werden.

Wie sich die Kosten für die Sanierung der Mauer zwischen der Stadt und Hessen Mobil aufteilen, sei noch nicht geklärt. Das sagte auf Anfrage Paul Wieder, der Leiter der Bauamtes der Stadt Felsberg. Er warte dringend auf einen Termin mit Hessen Mobil, um die offenen Fragen zu klären. Dabei werde auch über die schadhafte Mauer an der Niedervorschützer Straße gegenüber dem Bauernhof Fenge gesprochen. Auch die Grundstückseigentümer müssten mit einbezogen werden. Wieder: „Für uns ist es kein befriedigender Zustand, wenn wir so lange mit einer Absperrung leben müssen.”

Die Problematik sei bekannt, sagte Hessen Mobil-Sprecher Horst Sinemus über den gesperrten Gehweg in der Felsberger Altstadt. Deshalb werde es in Kürze der genaue Termin stehe noch nicht fest ein Gespräch mit der Stadt geben. Wann der Schaden an der Mauer behoben werden könne, sei noch unklar: "Wir wissen im Moment noch nicht, wie der Landeshaushalt aussieht, und ob in diesem Jahr Geld für die Sanierung zur Verfügung steht." Ob es möglich sei, gesicherte Fußgängerüberwege einzurichten, konnte Sinemus nicht sagen.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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