Gefahr steigt: Mücken übertragen immer häufiger exotische Krankheiten auf Tiere

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Wolfhager Land. Exotische Tierkrankheiten durch Mücken verbreiten sich immer häufiger. Das teilt Dr. Dörte Meis, Amtstierärztin beim Veterinäramt in Wolfhagen mit. Durch internationalen Handel werden laut Meis mehr Tiere nach Deutschland eingeführt als früher.

„Wenn beispielsweise Schafe aus Afrika rüberkommen, dann fahren die Mücken mit“, sagt die Tierärztin. Gerade bei hochsommerlichen Temperaturen fühlen sich die Mücken in Deutschland wohl. Da es sich bei den eingeschleppten Krankheiten um Viren-Erkrankungen handele, helfen keine Medikamente. Man müsse einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheiten finden. Derzeit besteht aber nach Auskunft von Meis keine akute Gefahr. Man müsse nur grundsätzlich „hellhörig sein und die Augen aufhalten“, sagt sie. Problematisch sei auch, dass die Mücken beim Transport immer irgendwo ein Schlupfloch finden, beispielsweise in Flugzeugturbinen.

Akute Gefahr besteht laut Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises, für den Menschen nicht. „Eine potentielle Gefährdungszunahme für den Landkreis Kassel war und ist aktuell nicht bekannt“, erklärt Kühlborn. Für den Menschen gefährliche Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden, seien Malaria, West-Nil-Fieber, Denguefieber und Chikungunyafieber. Ein Infektionsrisiko gebe es in Deutschland nicht. Da jedoch in einigen Mittelmeerländern, insbesondere Italien, Griechenland und dem Balkan, durch Mücken übertragene Infektionen aufgetreten sind, werden Blutspender für vier Wochen nach Rückkehr aus den betroffenen Ländern von der Blutspende ausgeschlossen.

Die asiatische Tigermücke, von der kürzlich in den Medien berichtet wurde, sei nur vereinzelt in Baden-Württemberg und der Bodenseeregion gefunden worden, so der Pressesprecher.

Von Marc Hörcher und Bea Ricken

Quelle: HNA

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