1200 Besucher informierten sich bei Veranstaltungwoche „Chancen und Risiken von Internet und Co“

Gefahren im Netz: Hephata bleibt am Ball

Schwalmstadt. Mehr als 1200 Zuhörer interessierten sich für die Vorträge der Veranstaltungswoche „Chancen und Risiken von Internet und Co“, die von einem Projektteam um Hephata-Pfarrer Dr. Johannes Altmann von 4. bis 11. März initiiert wurde.

„Es freut mich, dass so viele Jugendliche zu den Veranstaltungen gekommen sind“, sagt Dr. Altmann. Gemeinsam mit einem Gemeinde übergreifenden Projektteam hatte er die Veranstaltung für Eltern, Lehrer, pädagogische Fachkräfte und Jugendliche auf die Beine gestellt. Auch die Polizeidirektion Schwalm-Eder, die Carl-Bantzer-Schule (Ziegenhain), die Melanchthon-Schule (Steinatal), das DRK Schwalm-Eder und das Jugendamt des Schwalm-Eder-Kreises waren Mitwirkende der Veranstaltungswoche.

Kinofilm illegal geladen

„Internet ist gleich rechtsfreier Raum?“, dazu referierte Ralf Gutheil, Kriminalpolizei Homberg.

Unter anderem berichtete Gutheil laut Mitteilung von einem Schüler, der aus dem Internet einen Kinofilm, vier Tage vor dessen offiziellem Start, illegal heruntergeladen hatte und dabei erwischt wurde. „Er musste 12 000 Euro Strafe zahlen.“

Philipp Theis, Diakonisches Werk Kassel, ging der Frage nach: „Onlinespiele und Internetnutzung - kann es zur Sucht werden?“

Er stellte die These auf, dass Probleme von Jugendlichen mit der Nutzung elektronischer Medien oftmals ein Primärkonflikt an anderer Stelle zu Grunde liegt, beispielsweise im Elternhaus.

Peter Holnick, Institut für Medienpädagogik und Kommunikation, gab einen Überblick über Erlaubtes und Verbotenes im Netz: Welche Fotos darf ich verwenden? Was darf ich herunterladen? Er zeigte auch auf, wie Schüler andere mit Hilfe elektronischer Medien ausschlossen und unterdrückten, bekannt als Cyber-Mobbing.

Szene wurde ruhiger

Helge von Horn, Projekt „Gewalt geht nicht“, berichtete, dass die Szene ruhiger, Rechtsextreme jedoch immer schwieriger zu erkennen seien.

Den Auftakt als auch den Abschluss der Reihe bildeten Gottesdienste mit jeweils hundert Besuchern. Die Veranstaltungswoche soll 2013 oder 2014 möglicherweise eine Wiederauflage erleben. „Wir wollen auf jeden Fall online bleiben“, sagte Altmann zum Abschluss. (alx)

Quelle: HNA

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