Straftäter verstarb an schwerer Erkrankung – Justizministerium sieht kein Fehlverhalten

Häftling stirbt in JVA Schwalmstadt: Mitgefangene erheben Vorwürfe

Ziegenhain. Für Unruhe in der Abteilung Sicherungsverwahrung der JVA-Schwalmstadt sorgt der Todesfall eines Häftlings. Laut einer Erklärung der Ziegenhainer Sicherungsverwahrten soll am vergangenen Sonntag einer ihrer Mitgefangenen gestorben sein.

Nach Angaben von Thomas Hennig, der mit seinem Büro die Interessen Gefangener vertritt, soll der Gefangene an einem schweren Leberschaden gelitten und auf seine Lebertransplantation gewartet haben.

In ihrer Erklärung werfen die Sicherungsverwahrten der Anstaltsleitung vor, dass es zu lange gedauert habe, bis ein Arzt erschienen sei. Die Straftäter monieren zudem, dass dem Gefangenen der Krankhausaufenthalt in einem speziellen Vollzugskrankenhaus verweigert worden sei.

Aus Sicht des Justizministeriums gibt es keinerlei Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit den Vorfällen am vergangenen Sonntag. „Wie üblich, haben Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen aufgenommen“, erklärte der Pressesprecher des Ministeriums Dr. Hans Liedel. Laut Hennig sollen sich einige der Sicherungsverwahrten seit Sonntag im Hungerstreik befinden. Zugleich sollen die Gefangenen täglich kurz vor Mitternacht mit einer Klopfaktion protestieren.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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