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Flüchtlingsheim-Wachmann mit rechtsextremen Tendenzen hat Zugang zu Waffen

Wolfhagen. Ein wegen rechtsextremer Tendenzen entlassener Wachmann eines Flüchtlingsheims hat über einen Schützenverein Zugang zu Waffen. Ein Entzug der Lizenz droht ihm nicht.

Der Wachmann, der wegen rechtsextremer Tendenzen nicht länger in der Flüchtlingsunterkunft Pommernanlage arbeiten darf, hat nach Recherchen der HNA Zugang zu Waffen.

Der Mann war gefeuert worden, nachdem er rechte Beiträge im Internet verbreitet hatte. Der Wolfhager hatte ein halbes Jahr lang in der Unterkunft gearbeitet. Der Kreis Kassel bestätigte dies auf Nachfrage.

Der ehemalige Wachmann scheint dabei zunächst kaum auffällig: Aus öffentlich zugänglichen Quellen erfährt man, dass er gerne Sport macht und eine glückliche Beziehung führt. Darüber hinaus engagiert er sich in mehreren Vereinen, darunter auch der Schützenverein. Ebenso öffentlich sind jedoch Beiträge auf Facebook, in denen zu Gewalt gegen „islamische Terroristen“ aufgerufen wird. Zudem teilt er Inhalte rechtsextremer Seiten und drückt seine Unterstützung für die NPD und die Republikaner aus.

Bei der Schützengilde Wolfhagen zeigt man sich darüber überrascht: „Er hat bei uns noch nie Äußerungen in diese Richtung gemacht“, sagt der Vorsitzende Peter Duplois. Wenn man Sicherheitsbedenken habe, werde man entsprechend handeln. „Bei ihm haben wir aber keinerlei Bedenken“, sagt Duplois.

„Bei Facebook Beiträge zu verbreiten, ist noch kein Hinweis darauf, dass man seine Waffe abgeben müsste“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Dem stimmt auch Dr. Reiner Becker vom Beratungsnetzwerk Hessen zu: „Man kann alleine durch soziale Netzwerke kein Urteil über Menschen fällen.“

Zudem könne man generell beobachten, dass immer häufiger rechtes Gedankengut im Internet verbreitet und unterstützt werde. Auch in Wolfhagen ist der entlassene Wachmann nicht der Einzige, der entsprechende Inhalte verbreitet - aber bisher der Einzige für den es Folgen hatte.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Ricken

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