Areal "Bärberg-Lange Triesch"

Gegen Windräder im Waldgebiet Knüll

Schwalm. Bei der Suche nach neuen Standorten für Windenergieanlagen sollten Gebiete mit Schutzstatus ausgespart bleiben. Dafür spricht sich Jürgen Holland-Letz (Schwalmstadt) von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz aus.

Konkret nennt er das Waldgebiet "Bärberg-Lange Triesch" innerhalb des EU-Vogelschutzgebietes Knüll - ein größeres, zusammenhängendes, von Straßen unzerschnittenes Waldgebiet mit hohem Altholzanteil.

Die hohe Schutzwürdigkeit dieses Gebietes belege das Vorkommen attraktiver Großvogelarten wie Schwarzstorch, Uhu und Rotmilan, wobei letzterer laut EU-Vogelschutzrichtlinie höchsten gesetzlichen Schutz genieße.

Dies habe die Regionalversammlung Nordhessen in ihrem Raumordnungsplanentwurf für dieses Gebiet berücksichtigt und insgesamt 1200 Hektar von der Windkraftnutzung ausgespart und lediglich 92,5 Hektar dafür freigegeben.

Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz begrüße diese Entscheidung ausdrücklich und hoffe, dass diese Festlegung auch nach der Anhörung noch Bestand hat.

Der Bau von Windkraftanlagen führe durch Zufahrtsstraßen zu einer erheblichen Zerstückelung des Waldstückes, meint Holland-Letz abschließend. (jkö)

Quelle: HNA

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