Ortsdurchfahrt der B454 in Wiera wieder frei – Investiert wurden 3,5 Millionen Euro

Geholper rasch zu Ende

Verkehr rollt: Volker Löwer (ASV), Ortsvorsteher Helmut Daub und Bürgermeister Wilhelm Kröll (von links) gaben gestern die Ortsdurchfahrt frei. Foto: Rose

Wiera. Für Ortsvorsteher Helmut Daub ist es ein echtes Weihnachtsgeschenk – die Freigabe der Ortsdurchfahrt Wiera. Im März dieses Jahres waren im Schwalmstädter Ortsteil die Bagger angerollt, um die Bundesstraße 454 umfangreich zu sanieren. Jetzt, wenige Tage vor Weihnachten, rollt der Verkehr wieder ungehindert und auf einer komplett neuen Decke.

Damit blieb die ausführende Baufirma Rohde aus Korbach deutlich unter ihrem Zeitplan, eigentlich war eine Fertigstellung erst für das Frühjahr geplant.

Fahrbahn und Gehwege in Wiera wurden auf 1000 Metern ausgebaut, die Ausbaulänge der Fahrbahn von Treysa in Richtung Wiera belief sich auf 1600 Meter. Neu ist auch der Radweg – insgesamt 2,2 Kilometer lang. Auf dem Wirtschaftsweg von Wiera Richtung Momberg ist ein Radweg von 470 Metern Länge entstanden.

Die im Zuge der Bauarbeiten diskutierten Fragen der Anwohner seien vom Tisch, sagte Daub. „Die Bäume bleiben auf jeden Fall erhalten“, versicherte Bürgermeister Wilhelm Kröll. Der Bitte der Anwohner kam man auch bei den Pflanzinseln nach. „Die erste Bepflanzung hat die Stadt übernommen, aber künftig sind wir gefragt – und für die Pflege werden wir auch sorgen“, erklärte Daub. Seinen Dank sprach der Ortsvorsteher dem Polier Ralf Neumann aus: „Sie waren genauso oft der Prellbock wie ich – aber diese Probleme haben sie hier in Wiera auf vorbildliche Weise gelöst.“

Den Wieraern wird künftig auch ein neues Licht aufgehen. Im Zuge der Sanierung wurde in die Straßenbeleuchtung energiersparende Leuchtdioden eingebaut. Gekostet hat die Umrüstung 70 000 Euro. Noch sicherer soll der Fußweg durch eine schlafende Ampel in der Ortsmitte werden. Sie schlug mit 20 000 Euro zu Buche.

Die Erneuerung der Nebenanlagen – Gehwege, Beleuchtung und Ampel – kostete die Stadt insgesamt 600 000 Euro. Hierfür gab es eine Zuwendung nach dem Finanzausgleichsgesetz in Höhe von 144 900 Euro. Die Kosten für die Stadtwerke Schwalmstadt für Wasser- und Kanalbau beliefen sich auf 350 000 Euro.

Mammutsumme vom Bund

Die Mammutsumme übernahm jedoch der Bund, vertreten durch das Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) in Kassel. Die Erneuerung der Fahrbahnen sowie die Radwege schlugen mit 2,5 Millionen Euro zu Buche. Der Um- und Ausbau der Bundesstraße 454 kostete somit insgesamt 3,5 Millionen Euro.

Bürgermeister Kröll dankte den Anwohnern für ihre Geduld. Ortsvorsteher Helmut Daub fasste es simpel zusammen: „Das Geholpere hat nun ein Ende. Ich sage schlicht, die Straße ist schön geworden.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare