Kein 08/15 in der Kirche mit jackass4jesus

+
Wollen begeistern: Sascha Holzhauer, Martin Eckhardt und Matthias Lambach (von links) wollen ihre positiven Erfahrungen mit Kirche und Glauben weiter geben.  Kein 08/15 in der Kirche mit jackass4jesus

Malsfeld. Nullachtfünfzehn – das kommt bei jackass4jesus nicht in die Kirche. Glauben, sagen Matthias Lambach, Martin Eckhardt und Sascha Holzhauer, ist nicht langweilig, sondern kann sehr viel Spaß machen.

Die drei jungen Männer sind ein Teil des harten Kerns vom jackass4jesus-Team, das einmal im Jahr mit vielen anderen Ehrenamtlichen und den Konfirmanden der evangelischen Gemeinde Beiseförth-Malsfeld und dem Kirchspiel Dagobertshausen ein Wochenende gestaltet an dessen Ende immer ein besonderer Gottesdienst steht.

Auch am vergangenen Wochenende waren 24 Konfirmanden zusammen gekommen, um gemeinsam einen Gottesdienst zum Thema „Die zehn Gebote“ zu gestalten. Montagsmaler, Videoclips, eine Talkrunde: Eines war dieser Gottesdienst mit Sicherheit nicht, nämlich gewöhnlich.

„Ich persönlich habe erlebt, dass Glauben sehr tröstlich sein kann und das möchte ich gern weitergeben.“

„Wir sind zufrieden, wenn die Jugendlichen aus der Kirche rausgehen und sagen, das war cool“, sagt Matthias Lambach. Der 32-Jährige, der von Anfang an zum Team gehörte, hat mittlerweile die Seiten gewechselt, er ist seit 1. Februar der Jugendmitarbeiter der Evangelischen Gemeinde Beiseförth-Malsfeld.

Sascha Holzhauer und Martin Eckhardt leben längst nicht mehr in Malsfeld – trotzdem ist es ihnen nach wie vor ein Anliegen, ihre eigenen positiven Erfahrungen mit Glauben und Kirche an die Konfirmanden weiterzugeben. Sie wollen den Jugendlichen zeigen, dass sie einen Platz in der Kirche haben und, dass man Glauben durchaus kreativ leben kann.

„Ich persönlich habe erlebt, dass Glauben sehr tröstlich sein kann und das möchte ich gern weitergeben“, sagt Martin Eckhardt (32), der mittlerweile in Berlin lebt. Lambach ergänzt: Er sei begeistert davon, wie die Konfirmanden während dieser Wochenenden ihre eigenen Begabungen entdeckten. „Das ist etwas, das Gott uns mitgeben will, dass jeder eine besondere Begabung hat.“ Geht nicht, gibt’s eigentlich nicht beim Konfirmandenwochenende.

Die Jugendlichen sollen erfahren, dass Kirche für alle da ist. Dazu gehört zum Beispiel auch eine Abseilaktion vom Kirchturm. Auch an diesem Wochenende habe er wieder erlebt, dass die anfängliche Lustlosigkeit – das Wochenende ist für Konfirmanden Pflicht – Begeisterung gewichen sei, sagt Lambach.

Der 32-Jährige ist der einzige Hauptamtliche beim jackass4jesus-Team, alle anderen sind seit mittlerweile zehn Jahren als Ehrenamtliche dabei. „Für die Konfirmanden ist es ein großere Unterschied, ob sie es mit dem Pfarrer zu tun haben oder mit Leuten, die das ehrenamtlich machen“, sagt Martin Eckhardt. Ziel sei es, dass die Konfirmanden dabei bleiben. Das könnte zumindest bei einigen klappen: „Etwa die Hälfte der Teilnehmer würde gern wieder mitmachen“, sagt Matthias Lambach.

Quelle: HNA

Kommentare