Ortsdurchfahrt Melgershausen

Kritik an Straßensanierung: Es geht um ein paar Meter

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Nur geflickt: Bisher wurden an der Einmündung zur Straße Zum Hohen Berg die Schäden nur notdürftig ausgebessert. Die Anwohner Heinrich Fuchs (vorne), Heinrich Stiegel, Elise Wenderoth und Horst Kleimann (von links) können nicht verstehen, dass im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt, die paar Meter Straße nicht auch erneuert wurden.

Melgershausen. Ist die Ortsdurchfahrt von Melgershausen erst einmal fertig, dann wird sie mit den Parkbuchten, kleinen Grünflächen und dem neuen Straßenbelag gut aussehen. Da sind sich die Anwohner Heinrich Fuchs, Elise Wenderoth, Heinrich Stiegel und Horst Kleimann einig.

Einig sind sie sich aber auch in einer anderen Sache. Sie können nicht verstehen, warum im Zuge der Arbeiten nicht auch das rund 15 Quadratmeter große, ziemlich marode Stück Straße an der Einmündung zur Straße Zum Hohen Baum erneuert wurde.

Der Asphalt ist überzogen von Rissen, an verschiedenen Stellen wurde kürzlich ausgebessert. „Aber das hält doch höchstens einen Winter“, sagt Horst Kleimann. „Und dann kann man wieder von vorne anfangen.“

Die Straße, sagt Heinrich Fuchs, habe auch unter dem Schwerlastverkehr, der den Abraum von der Baustelle an der Helderbachtalbrücke abtransportiert, sehr gelitten.

Fuchs sagt, er habe sich schon an den Magistrat, den Ortsbeirat, Stadtverordnete und den Kreistagsabgeordneten Günter Rudolph gewandt, weil es für ihn - wie auch für die anderen - nicht nachvollziehbar sei, dass man dafür keine Geld ausgeben wolle. Es habe einige Ortstermine gegeben, aber passiert sei nichts. Die Anwohner sind der Meinung, die Arbeiten könnten jetzt kostengünstiger erledigt werden, als zu einem späteren Zeitpunkt, da Baufirma und Maschinen bereits im Ort seien.

Man sei sich der Dringlichkeit der Sanierungsarbeiten bewusst, sagt Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. Erst am Montag habe der Magistrat beschlossen, das betroffen Stück reparieren zu lassen. Mitarbeiter des Bauamts stünden mit der Baufirma in Verhandlung und seien auch zum Ortstermin in Melgershausen gewesen. Einen kleinen fünfstelligen Betrag wolle die Stadt für die Arbeiten bereitstellen, sagt der Bürgermeister.

Ob die Straße allerdings jetzt oder doch erst später repariert wird, hängt laut Stadt auch davon ab, wie stark die Belastung durch den Bau der geplanten Windkraftanlage auf dem Quillerkopf ausfällt.

Die Straße Zum Hohen Berg ist der Zuweg zum geplanten Windkraftanlagenstandort, sagt Steinmetz. „Wir haben bei Hessen-Forst angefragt, wie lange und in welchem Ausmaß die Straße während des Baus Belastungen ausgesetzt sein wird“, sagt er. Erst wenn diese Informationen vorliegen, könne man endgültig entscheiden, ob es sinnvoll sei die Arbeiten jetzt zu erledigen oder abzuwarten bis die Arbeiten an der Windkraftanlage abgeschlossen sind.

Nach einer ersten Information von Hessen-Forst sei geplant, im vierten Quartal 2014 mit dem Bau der Windkraftanlage zu beginnen, sagt Volker Steinmetz.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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