Baustart für Verkehrsinsel in Unshausen – Jahrelanger Einsatz

Verkehrsinsel Unshausen: „Es geht um die Sicherheit“

Nur in einer Richtung offen: Während der Bauarbeiten ist die Bundesstraße in Unshausen einseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt, es kommt besonders im Berufsverkehr zu Staus. Foto: Laumann

Unshausen. Sein wichtigstes Anliegen ist 28 Meter lang und maximal vier Meter breit: die Verkehrsinsel, die seit Montag in der Ortsdurchfahrt von Unshausen entsteht.

Ortsvorsteher Dieter Corpataux kämpft mit den Unshäusern seit Jahren für erträglichere Verkehrsverhältnisse und mehr Sicherheit im Waberner Ortsteil. Die Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger in der Bundesstraße 254 stand ganz oben auf seiner Liste.

„Ich habe in den vergangenen fünf Jahren sehr viel Zeit und Nerven geopfert“, erklärt Corpataux als er Dienstagmorgen vor der Baustelle steht. Vor der Bundestags- und Landtagswahl im Herbst 2013 war zugesagt worden, dass es eine Überquerungshilfe in Höhe der Tankstelle geben werde. Die Baugenehmigung lag längst vor. Doch Corpataux und die Anwohner mussten warten.

Sie kostet 100.000 Euro 

Im Herbst vergangenen Jahres dann das Signal: Die Verkehrsinsel wird gebaut. Vier Wochen sollen die Arbeiten laut Hessen Mobil dauern. Die Kosten betragen 100 000 Euro. Dass die Bauarbeiten jetzt doch erst im Sommer und nicht wie angekündigt im Frühjahr gestartet sind, spielt für Corpataux keine Rolle. Er sei sehr zufrieden und hoffe, dass Fußgänger und Radfahrer die Verkehrsinsel nutzen. „Es geht uns schließlich um die Sicherheit“, erklärt der 68-Jährige. Mit der Organisation der Baustelle ist der Ortsvorsteher zufrieden. Die Ampelphasen seien gut getaktet, die Auto- und Lastwagenfahrer müssten nicht lange warten. Corpataux bittet die Autofahrer, sich keine Schleichwege zu suchen. „Sonst werden die Anlieger an der Bachstraße stark belastet.“

Tausende Lastwagen und Autos fahren täglich durch Unshausen. Die Bundesstraße ist eine Umleitungsstrecke für die Autobahn 7. Zuletzt habe der Bau der Helterbachtalbrücke für mehr Verkehr gesorgt. „Aber die wird zum Glück jetzt fertig“, betonte Corpataux.

Und so bleibt bei aller Freude über die Verkehrsinsel „eine Kleinigkeit“ zurück. Der Ortsvorsteher deutet auf die Geschwindigkeitsmessanlage wenige Meter weiter. Die erwischt nur Temposünder, die aus Richtung Wabern kommen. Wer aus Homberg kommt und zu schnell unterwegs ist, wird nicht geblitzt. Ortsvorsteher Dieter Corpataux ist das ein Dorn im Auge. Denn zwischen Ampel und Tankstelle werde „Gas gegeben“. Corpataux wünscht sich eine Anlage, die den Verkehr auf beiden Straßenseiten kontrollieren kann.

Ein weiterer Kritikpunkt des 68-Jährigen: Das nächtliche Tempolimit von 30 Stundenkilometern für Lastwagen werde nicht ausreichend kontrolliert. „Da werde ich aber weiter bohren“, kündigte der Ortsvorsteher an.

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Quelle: HNA

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