Tier ist in den Alpen heimisch

Leser sichtete Gänsegeier in Malsfeld

+
Seltener Anblick: Nicht etwa ein Storch machte bei Elfershausen Rast, sondern ein Gänsegeier. Der Vogel kann eine Spannweite von bis zu 2,80 Meter erreichen. Unserem Leser Patrick Christoph ist das Foto gelungen. 

Elfershausen. Der Gänsegeier ist ein mächtiger Aasfresser und unter anderem in den Alpen heimisch. Unser Leser Patrick Christoph staunte am Montagmorgen nicht schlecht, als er das ein Meter große Tier auf einem Feld bei Elfershausen entdeckte.

Der Vogel habe dort gesessen und ein totes Huhn dabei gehabt. Patrick Christoph gelangen einige Fotos mit der Handykamera, die uns der 43-jährige Elfershäuser zur Verfügung stellte. Der Geier kann eine Spannweite von bis zu 2,80 Meter erreichen.

Lutz und Regina Rochelmeyer von der Greifvogelauffangstation in Malsfeld erhielten ebenfalls Anrufe von Menschen, die das Tier gesehen hatten. Regina Rochelmeyer suchte zwar am Vormittag die Felder um Elfershausen ab, entdeckte das Tier aber nicht.

Nach dem Essen ziehe er sich beispielsweise auf einen Baum zurück und döse, erklärt ihr Mann.

Die Rochelmeyers wollen das Tier mit einem Köder anlocken und überprüfen, ob es sich um einen wilden Geier handelt oder um einen entflogenen. Es lägen allerdings keine Verlustmeldungen vor, sagt Rochelmeyer.

Das bestätigt auch Dr. Wolfgang Fröhlich, Leiter des Tierparks Knüll.

Für Menschen und Tiere sei der Vogel trotz seiner imposanten Größe ungefährlich, sagt Fröhlich. Der Gänsegeier sei ein reiner Aasfresser.

In unserer Region gebe es tatsächlich immer mal wieder Einflüge der Tiere - üblicherweise zögen die Vögel aber weiter.

Die Tiere benötigen zum Fliegen aufgrund ihres Gewichts von bis zu 8,5 Kilogramm starke Thermiken, berichtet Rochelmeyer. Im Tierpark am Edersee gebe es Gänsegeier. Einer sei mal zu Fuß den Berg hinauf gekraxelt, weil die Thermiken fehlten, um zu fliegen. „Wenn sich der Geier entschließt, hier heimisch zu werden, hat er meinen Segen“, sagt Rochelmeyer.

Sollten Polizei oder Veterinäramt wollen, dass er das Tier betäubt, könne er dies mit einem Blasrohr tun. Bei einem wilden Geier halte er das aber nicht für notwendig.

Zum Verhalten für Menschen:

• Der Geier ist scheu und sollte die Flucht ergreifen, wenn man sich ihm nähert.

• Bei einer Sichtung kann die Greifvogelauffangstation oder die Polizei kontaktiert werden.

• Kontakt: Greifvogelauffangstation unter Tel. 0170/5412162 oder 05664/6564, Polizei unter 05661/70890

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare