Künstlergruppe präsentiert Skulpturen im Kloster Haydau

Geistige Räume öffnen

Der Meister und seine Kunst: Ewald Rumpf mit seinen Skultpuren. Archivfoto: Thiery

Morschen. Das Leben ist nicht aus Plastik. „Aber wir stellen das Leben plastisch dar“, sagt Gudrun Reichmann aus Altmorschen. Sie gehört einer zwölfköpfigen Künstler-Gemeinschaft an, die im bekannten Bildhauer Ewald Rumpf aus Knüllwald ihren Meister gefunden hat. „Und jetzt stellen wir eine erste Essenz unserer Arbeit gemeinsam aus“, sagt Reichmann, die im Hauptberuf die Töpferei am Altmorschener Heide-Hügel betreibt.

Vom 17. bis 26. Juni werden im Kloster Haydau Plastiken und Skulpturen der Hobbykünstlergruppe für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Vernissage eröffnet die Ausstellung am heutigen Freitag ab 19 Uhr im Westflügel des Klosters (siehe Hintergrund). Neben Gudrun Reichmann gehören Silke Gunkel, Gudrun Seeck, Erika Sinning. Christine Köhler, Klaus Schievelbein und Thea Willgerodt zu den Bildhauern, die ihre Werke ausstellen.

Fantasie in Ton

„Den Besucher erwartet eine Melange aus klassischer und traditioneller Darstellung“, sagt Christine Köhler, der es stets ebenso um die künstlerische Fertigkeit wie um handwerkliche Umsetzung eines Sujets geht. „Da werden Tiere, Menschen, Porträts und auch Sakralkunst ausgestellt – ein Ausdruck der eigenen Seele“, sagt Köhler, „wir zeigen Fantasie in Ton.“

Klaus Schievelbein fasst es zusammen: „Es geht uns um die Rückbesinnung auf traditionelle Ausdrucksmöglichkeiten, dabei pflegt jeder von uns seinen eigenen Stil.“ Und davon können sich Kunstinteressierte nun überzeugen.

Für die Hombergerin Erika Sinning ist es vor allem die Arbeit in der Gruppe, die den Reiz eines Kollektivs ausmacht. „Wir können uns auf diese Weise gegenseitig befruchten und voneinander lernen“, sagt die passionierte Künstlerin. „Jetzt hoffen wir, dass uns der Dialog mit den Betrachtern unserer Werke weitere geistige Räume eröffnet.“ (zbg)

Quelle: HNA

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