Neues Förderprogramm soll Hauseigentümer zu mehr Investitionen anregen

Geld für die Bahnhofstraße

Wabern. Das Quartier entlang der Bahnhofstraße in Wabern muss attraktiver werden, damit Menschen dort gerne leben und vielleicht auch arbeiten. Um das zu erreichen, hat die Gemeinde ein Förderprogramm aufgelegt, das zu großen Teilen vom Land Hessen über den Zweckverband Schwalm-Eder-West finanziert wird.

Am Donnerstagabend stimmten die Gemeindevertreter in ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl den Förderrichtlinien zu. Sie gelten für das Stadtumbaugebiet in der Kerngemeinde, das die Bahnhofstraße umfasst. In den Genuss von möglichem Fördergeld kommen alle privaten Eigentümer eines Wohnhauses, das von der Bahnhofstraße aus erschlossen wird.

Mit dem Förderprogramm soll erreicht werden, dass die Häuser auf Dauer bewohnt werden können und nicht leer stehen. Dafür sind häufig Modernisierungen und Verbesserungen an der Gebäudesubstanz nötig, die mit 20 Prozent der Baukosten oder maximal bis zu 10 000 Euro pro Objekt bezuschusst werden können.

Für das Jahr 2011 hat die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen der Gemeinde 40 000 Euro zur Verfügung gestellt. Damit können also mindestens vier Objekte gefördert werden, bei geringeren Bausummen auch mehr.

Um die Hauseigentümer zu unterstützen, wird ein in der Altbaumodernisierung erfahrener Beratungsarchitekt engagiert. Er soll vor einer Antragstellung vor Ort den Umfang eines Projektes klären, eine Bestandsanalyse mit Plankonzept erstellen und die Kosten ermitteln.

Gefördert werden Umbau - und Modernisierung an privaten Gebäuden, die vorwiegend Wohnzwecken dienen. Es können also auch kleinere Läden in dem Gebäude sein.

Als Beispiele für einzelne Maßnahmen sind aufgelistet: • Gebäudeerhaltung, zum Beispiel Trockenlegung von Kellern, neues Dach, Erneuerung der Fassade und der Installationen, • Modernisierungen, zum Beispiel Wärmeschutz, neue Fenster, erstmaliger Einbau von Bädern und Zentralheizungen, Anbau neuer Balkone, Veränderung der Grundrisse der Wohnungen, • Schaffung von Freiflächen, zum Beispiel Abriss von Gebäuden, Entsiegelung, neue Höfe und Grünflächen.

Das Programm läuft bis 2018. In diesem Zeitraum können Fördermittel von 240 000 Euro an Investoren vergeben werden. (ula)

Quelle: HNA

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