Europäische Union fördert Arbeiter in Portugal

Geld für entlassene Rohde-Mitarbeiter

Schwalmstadt/Brüssel. Die Europäische Union will entlassene Arbeiter des Schwalmstädter Schuhherstellers Rohde in Portugal bei der Jobsuche unterstützen.

Für rund 680 ehemalige Mitarbeiter des portugiesischen Werkes in Santa Maria de Feira stünden 1,4 Millionen Euro aus dem EU-Globalisierungsfonds zur Verfügung, teilte die EU-Kommission gestern in Brüssel mit.

Das Geld ist vor allem für Schulungen und berufliche Selbstständigkeit gedacht. Portugal legt noch einmal rund 800 000 Euro drauf. Formell müssen noch das Europaparlament und der Rat zustimmen.

Das Produktionswerk in der strukturschwachen Region Nordportugals hatte Ende 2009 Insolvenz anmelden müssen, nachdem Rohde in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise immer weniger Schuhe verkauft hatte.

Das Werk wurde geschlossen, alle Mitarbeiter entlassen. Der deutschen Mutterfirma mit Sitz in Schwalmstadt geht es inzwischen wieder besser.

Der EU-Fonds soll Arbeitnehmern, die unter den Folgen der Globalisierung oder Finanzkrise leiden, beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt helfen.

Seit seiner Einrichtung 2006 gingen insgesamt 78 Anträge über rund 355 Millionen Euro zur Unterstützung von fast 76 000 Arbeitskräften in unterschiedlichen Branchen ein. (dpa)

Quelle: HNA

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