Geld fließt in Untergrund: Kanal- und Brückensanierungen bestimmen Investitionen

Jesberg. Der Bau von Kanälen und Wasserleitungen steht in den kommenden Jahren in Elnrode und Reptich im Mittelpunkt. Doch bevor neue Gräben gezogen werden können, muss die Brücke über die Gilsa saniert und eine Umleitung gebaut werden.

Das ist nötig, damit die Einwohner von Reptich während der Bauphase zu ihren Häusern kommen.

Während der Sitzung der Gemeindevertretung in der Kellerwaldhalle gab Bürgermeister Günter Schlemmer einen Überblick über die Planungen für die kommenden Jahre. Erfreulich für Reptich sei, dass die Sanierung der Gilsabrücke nun doch vom Land gefördert werde. Auch die Umleitung, die beim Bau der Kanäle in Reptich nötig ist, wird vom Land finanziell bezuschusst.

Zwei Möglichkeiten gibt es nach Darstellung Schlemmers:

1. Bau einer Notbrücke, die nach den Kanalarbeiten beseitigt wird.

2. Ausbau des Feldweges von der Kläranlage in Richtung Reptich (einschließlich der Sanierung der Mehlstäubebrücke sowie des Teilausbaus des Feldweges Richtung Gilsa).

Über die Kosten der Umleitung konnte Schlemmer noch nichts sagen. "Die werden sich wohl kaum unterscheiden." Nachteile sieht er bei der Notbrücke. Es wäre nötig, über privaten Grund zu gehen, vor allem aber, "nach dem Kanalbau muss alles, einschließlich der Fundamente abgebaut werden" und das Geld wäre auch weg. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, erklärte Schlemmer.

Doch nicht nur in Reptich wird in den kommenden Jahren viel Geld unter der Erde vergraben. Auch in Elnrode sind die Kanäle im Ortskern marode. "Im Wesentlichen geht es dabei um einen völlig neuen Kanal", sagte Schlemmer. Dabei würden auch die Hausanschlüsse geprüft, um sie, sofern nötig, zu erneuern.

Im Zuge des Kanalbaus soll nach Angaben des Bürgermeisters auch das Wasserleitungssystem erneuert werden. Auch Leerrohre für DSL-Leitungen sollen verlegt werden. Aufgrund der engen Straßen im Ortskern wird es auch nach der Kanalsanierung keine Gehwege geben. Die Arbeiten in Elnrode sollen im kommenden Jahr beginnen und im selben Jahr beendet werden. Die Kosten werden auf 1,7 Millionen Euro geschätzt. (ras)

Quelle: HNA

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