Wikus-Belegschaft sammelte Spenden für japanische Erdbebenopfer

Tsunami in Japan zerstörte auch Filiale von Spangenberger Sägefabrik

Spangenberg. Der Tsunami in Japan hat in Sendai auch eine Filiale der Spangenberger Sägenfabrik Wikus zerstört. Glücklicherweise wurde dabei nach Angaben des größten Sägebandherstellers in Europa mit Vertretungen in über 70 Ländern niemand verletzt. Die Firmengeschäfte werden weiter aus dem Büro aus Tokio geleitet.

Japan ist zwar räumlich weit weg – im Denken der Spangenberger Produzenten von Hightech-Sägebändern aber fest verankert und daher auch ganz nah. Deshalb initiierte eine Kommission des Unternehmens, das als Bindeglied zwischen der Geschäftsleitung und den Arbeitnehmern fungiert, eine Spendenaktion. Ergebnis: Beinahe jeder Mitarbeiter hat sich beteiligt und oft weit mehr als eine Arbeits- oder Urlaubsstunde gespendet. Die so gesammelten Stunden wurden vom Unternehmen in einen Geldbetrag von über 13 000 Euro umgewandelt. Auch die Geschäftsleitung unterstützt die Aktion und überwies Anfang Juni 40 000 Euro.

Doch nicht nur Geld wollen die Mitarbeiter nach Japan schicken, sondern auch gute Wünsche – symbolisch übermittelt durch eine Daruma-Figur (siehe Foto), die der Wikus-Geschäftsführung von der japanischen Vertretung OSG zum 50-jährigen Firmen-Jubiläum 2008 überreicht wurde.

Daruma-Puppen sind japanische Glücksbringer. Sie stehen dafür, auch in schweren Zeiten nie den Mut verlieren soll und sind sozusagen ein Symbol für Ausdauer, Beharrlichkeit und Glück.

Hat der Beschenkte einen Wunsch, dann malt er eines der Augen aus – sobald der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, darf er das zweite Auge ausmalen. (red)

Quelle: HNA

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