Drei Angeklagte standen vor Gericht

Geld aus Kassette in Büro gestohlen

TREYSA. Rund 106 Euro hatten sie bei einem Einbruch erbeutet und anschließend unter sich aufgeteilt: Wegen Einbruchdiebstahls mussten sich drei Angeklagte aus dem Altkreis Ziegenhain vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht in Treysa verantworten.

Den Angeklagten im Alter von 20, 23 und 30 Jahren wurde zur Last gelegt, im September vergangenen Jahres in das Büro einer Schreinerei im Altkreis eingedrungen zu sein und aus einer Geldkassette 105,80 Euro entwendet zu haben. Die Schreinerei ist Teil einer therapeutischen Einrichtung, in der die drei Angeklagten zur Tatzeit wohnten.

Erfolglos an Eisentür

Auf der erneuten Suche nach Geld sollen die beiden älteren Angeklagten zwei Tage nach dem Einbruch versucht haben, in das Büro des Sägewerkes der Einrichtung einzudringen. Dabei scheiterten sie an einer Eisentür.

Das Gericht verurteilte den mehrfach vorbestraften 23-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Die Strafe ist zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt. Zudem erhielt der 23-Jährige die Auflage, 50 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. Den ebenfalls bereits strafrechtlich in Erscheinung getretenen 30-Jährigen verurteilte das Gericht zu einer dreimonatigen Freiheitsstrafe, die in eine Geldstrafe von 900 Euro umgewandelt wurde.

Vorläufig eingestellt wurde das Verfahren gegen den jüngsten Angeklagten. Dem nicht vorbestraften 20-Jährigen wurde auferlegt, 60 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten.

Die drei Angeklagten waren vor Gericht geständig. Wer von ihnen den Plan zum gemeinschaftlichen Diebstahl gefasst hatte, dazu machten sie jedoch keine konkreten Angaben.

Aufgrund seiner Vorgeschichte sah das Gericht in dem 23-jährigen Angeklagten den Hauptverantwortlichen der Taten. Ähnlich der Vertreterin der Jugendgerichtshilfe, die in ihrem Bericht über den jüngsten Angeklagten Entwicklungsdefizite anführte und ihn als leicht beeinflussbar beurteilte, sah das Gericht in dem 20-Jährigen einen Mitläufer. Bei ihm wurde Jugendstrafrecht angewandt.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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