Spende für den Mädchenbus Nordhessen vom Densberger Unternehmer Drüsedau

Geld für viele Kilometer

Begeistert von dem Angebot des Mädchenbusses: von links Alexander und Stefanie Drüsedau, Laura Schwaab, Stephanie Zülch, Franziska Kling, Nadia Rahimi und Andrea Kohl. Foto: Hebeler

Densberg. Statt Weihnachtsgeschenken gibt es eine milde Gabe für den Mädchenbus Nordhessen. Das hat sich wohl der Densberger Unternehmer Alexander Drüsedau gedacht und schrieb seinen Kunden eine entsprechende Weihnachtskarte. Sozialpädagogin Andrea Kohl, die den Mädchenbus betreut, freute es, denn mit der Spende von 2000 Euro kann sie wieder etliche Kilometer bestreiten.

Seit 13 Jahren tourt sie mit ihren Kolleginnen durch Nordhessen und besucht dabei auch zweimal jährlich zehn Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis. Kohl und Nadia Rahimi bieten etwas an, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: zuhören.

Sie sind für die acht- bis achtzehnjährigen Mädchen da, bieten ihnen Information über frauenrelevante Themen, nehmen ihre Sorgen auf und helfen auch aus der Ferne. „Es ist gut, dass wir nicht vor Ort sind“, sagte Andrea Kohl. Denn so wüssten die Mädchen, dass alles, was sie erzählen, vertraulich behandelt werde.

Franziska Kling, Laura Schwaab und Stephanie Zülch besuchen regelmäßig den Mädchenbus. „Keine Frage gilt als dumm“, erzählt Stephanie. Mädchen würden auch heute noch mit ihren Sorgen oft nicht ernst genommen, bestätigte Kohl. Deshalb gehören Streitschlichtung, Mobbing in der Schule, Suizidgedanken, mangelndes Selbstwertgefühl bis hin zu körperlicher und seelischer Gewalt zu den Themen, die sie mit den Mädchen besprechen. Leider gebe es derzeit keine öffentliche Förderung, und der Verein sei auf Spenden angewiesen. Unterstützung bekommt der Mädchenbus auch von Prominenten, zum Beispiel von Cornelia Funke.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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