Ein musikalisch-literarisches Experiment mit dem Märchen der kleinen Meerjungfrau

Gelungene Mischung zweier Kunstformen

Musik und Literatur: Gerlinde Brandstetter und Dr. Ulrich Skubella verzauberten die Zuhörer im historischen Rathaussaal. Foto: Eberlein

Fritzlar. Das Märchen von der kleinen Meerjungfrau, die Musik des tschechischen Komponisten Antonin Dvorák und das Ambiente des historischen Fritzlarer Rathaussaales vereinten sich am Samstagabend zu einer musikalisch-literarischen Märchenstunde. „Was wir heute Abend wagen möchten, ist ein Experiment“, kündigte Gerlinde Brandstetter vom Kulturverein an.

Sie las Hans Christian Andersens Text, der von der kleinen Meerjungfrau erzählt. Es ist ein Märchen voller Sehnsucht, Gier nach dem Unbekannten, Verlangen nach dem, was man nicht haben kann und dem Unglück, das über das zarte Geschöpf hereinbricht, welches versucht, seinem Schicksal zu entkommen. Unsterblich verliebt in die Welt der Menschen und den jungen Prinzen, nimmt sie die Qualen und Schmerzen, die mit einer Verwandlung verbunden sind, auf sich.

Das musikalische Pendant der Geschichte findet sich in der Musik von Dvorák wieder. Um Wassergeister, die „Rusalki“, geht es in dem Libretto seiner erfolgreichsten Oper Rusalka. Und so lag es nahe, im Zuge des von Gerlinde Brandstetter angekündigten Experimentes, eben jene Musik mit Andersens Märchen zu verbinden.

Wohl gesetzte Pausen

Wohl gesetzt waren die musikalischen Pausen durch Dr. Ulrich Skubella am Klavier. Und so ergab sich für die Zuhörer eine bezaubernde Mischung der Kunstformen Musik und Literatur, die durch Bilder der Künstlerin und Illustratorin Sulamith Wülfing abgerundet wurde. Am Ende der Märchenstunde gab es viel Applaus für beide Akteure auf der Bühne. Das Experiment ist gelungen und fand viel Zuspruch bei den Besuchern des Abends.

Quelle: HNA

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