Weihnachtsmärkte und Straßenfeste müssen neu kalkulieren

GEMA darf gesamte Fest-Fläche abrechnen

Wolfhagen. Laut Entscheidung des Bundesgerichtshofes darf die GEMA die Vergütung für Musikaufführungen bei Straßenfesten und Weihnachtsmärkten künftig nach der Größe der gesamten Veranstaltungsfläche berechnen. Bisher wurde nur die Fläche abgerechnet, die direkt mit Musik beschallt wird, also etwa eine Tanzfläche oder der Zuschauerbereich vor der Bühne bei Livemusik.

Schließlich, so die Argumentation der GEMA, würde jeder Besucher im Laufe seines Aufenthaltes auf einem Festgelände in einem Bereich bewegen, in dem Musik läuft.

Für die Veranstalter des Wolfhager Adventsmarktes scheint das kein Grund zur Beunruhigung zu sein. „Wir melden den Adventsmarkt mit der gleichen Quadratmeterzahl wie immer bei der GEMA an“, sagt Wolfgang Frey, Geschäftsführer des Wolfhager Kulturvereins und Fachbereichsleiter für Jugend, Kultur und Stadtmarketing bei der Stadt Wolfhagen. Auf dem Marktplatz könne man keinen Unterschied zwischen dem Bereich vor der Bühne und dem restlichen Adventsmarkt an sich machen, erklärt er.

Im Allgemeinen sieht Frey die Änderungen der GEMA-Bestimmungen, die am 1. November wirksam geworden sind, positiv. „Für kleine Veranstaltungen ist es günstiger geworden“, so Frey. „Dafür müssen wir jetzt pauschal fünf Prozent der Einnahmen zahlen.“ Die Neuerungen seien ein Schritt in die richtige Richtung.

Erst Fakten prüfen

Egbert Bachmann ist erster Vorsitzender der Service-Gemeinschaft Wolfhagen und damit verantwortlich für Johannifest und Michaelismarkt. „Ich habe beim Einzelhandelsverband die Prüfung der neuen Sachlage in Bezug auf die Veranstaltungen hier in Wolfhagen veranlasst“, teilt Bachmann mit. Noch lägen ihm aber keine Ergebnisse vor. HINTERGRUND, ZUM TAGE

Von Patrick Kessler

Quelle: HNA

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