Nahwärme: Parlament beschloss Vertrag

Gemeinde gehört zur Genossenschaft

Wasenberg. Das Nahwärmeprojekt im Willingshausener Ortsteil Wasenberg nimmt weiter Fahrt auf. Die Gemeindevertretung verabschiedete mit 24 Ja- und sechs Gegenstimmen die Annahme des Gestattungsvertrags zwischen der Gemeinde Willingshausen und der Energiegenossenschaft Wasenberg. Mit Vertragsunterschrift und Zahlung einer einmaligen Einlage von 16 000 Euro wird die Gemeinde Willingshausen Mitglied der Energiegenossenschaft. Rathaus, Feuerwehr- und Kulturhaus, sowie Schwimmbad werden an das Nahwärmenetz angeschlossen.

Der Aussprache und der Abstimmung vorausgegangen war eine 20-minütige Sitzungsunterbrechung. Die der Unterbrechung folgende Diskussion zeigte ein relativ homogenes Stimmungsbild. Lediglich Ulrich Riebeling ( BGL/FWG) äußerte Kritik an dem Vertrag, der Energiegenossenschaft und der Verwaltung.

Es könne nicht sein, dass bei solch einem millionenschweren Projekt die notwendigen Informationen die Gemeindevertretung so kurzfristig erreichen und dann innerhalb von 10 Minuten zu diskutieren sind, kritisierte Rriebeling. Darüber hinaus äußerte er grundsätzliche Bedenken an dem Großprojekt: „Die Gemeinde Willingshausen besteht nicht nur aus 200 Haushalten, welche Nutznießer sind, sondern auch aus 4000 anderen Einwohnern.“

Dazu Stefan Völker (CDU): Auch wenn alles mit heißer Nadel gestrickt sei, könne man dem Vertrag trotzdem zustimmen. Das Vertragswerk sei schließlich im Gemeindevorstand intensiv beraten worden, stellte der Christdemokrat klar. Zur gleichen Einschätzung kam Herbert Krey (FDP). Er könne die Einwände nicht nachvollziehen. Schließlich habe die Gemeindevertretung im vergangenen Jahr doch dem Gemeindevorstand den Auftrag erteilt, einen Gestattungsvertrag auszuarbeiten. Der nun vorliegende Vertrag sei im Gegensatz zu den vorherigen eine Verbesserung. So sah es auch Erwin Hochfeld (SPD). Der Vertrag sei für beide Seiten akzeptabel und nun gelte es, etwas bislang Einmaliges im Schwalm-Eder-Kreis zu schaffen und nicht Ortsteile zu bevorzugen oder Bürgern Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Mit dem Beschluss kann sich die Energiegenossenschaft nun an die praktische Umsetzung des Projekts machen. Heinz Heilemann vom Vorstand der Genossenschaft zeigte sich im Gespräch mit der HNA zufrieden über den Beschluss der Gemeindevertretung.

Nun gelte es aber nach vorne zu blicken: „Die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen laufen bereits. Am ersten Oktober soll alles fertig sein“, sagte Heilemann.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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