Auch Kindergarten in Ehlen in energetisch schlechtem Zustand

Die Gemeinde Habichtswald plant ein neues Wohngebiet

In die Jahre gekommen: Der Kindergarten Kunterbunt in Ehlen muss erneuert werden. Die Gemeindevertreter sollen entscheiden, ob der Gebäudeteil saniert oder möglicherweise neu gebaut werden soll. Foto: Thon

Habichtswald. Der Altbau des Kindergartens Kunterbunt in Ehlen ist aus den 1980er Jahren und vor allem energetisch in einer schlechten Verfassung.

In diesem Jahr wird die Gemeindevertretung darüber entscheiden, ob der Altbau mit neuen Fenstern, einem neuen Dach und einer hochwertigen Dämmung modernisiert wird oder ob ein Teilneubau wirtschaftlicher ist. Bürgermeister Thomas Raue rechnet mit Kosten von einigen 100.000 Euro.

In Ehlen soll ein weiteres Wohngebiet entstehen. Innerhalb dieses Jahres soll das 5,3 Hektar große Areal zur Baureife geführt, also Flächennutzungsplan geändert und Bebauungsplan erstellt werden. Nachdem die 34 Bauplätze in Dörnberg nahezu vollständig veräußert wurden, würde bei der Gemeinde weiteres Bauland nachgefragt, sagt Raue. Um die 50 Parzellen sollen zwischen Hasenbreite und Lohweg für Eigenheimer erschlossen werden. Zwei Bauabschnitte seien geplant. Bereits jetzt hätten 15 Bauwillige ihr Interesse bekundet. Verlaufe alles nach Plan, könne im Frühjahr nächsten Jahres mit der Erschließung begonnen werden, sagt Björn Schröder.

Etwa 200.000 Euro werde der Austausch der Wasserleitung in der Silberseestraße in Dörnberg kosten. Die gusseisernen Rohre seien vom sauren Milieu des Bodens extrem stark angegriffen. „Die Leitungen sehen aus wie mit Schrot beschossen“, sagt Schröder. Auf einer Länge von 450 Metern werde der Austausch erfolgen.

Eine weitere Stange Geld will die kleine Gemeinde für die Kanalsanierung in Ehlen in die Hand nehmen. 340.000 Euro sind dafür eingeplant. Per Inliner-Verfahren sollen die Abwasserleitungen in Kurhessenstraße, Parkstraße, Auchskopfstraße, Gartenstraße, Blumenstraße, Dörnbergstraße und Hinter den Höfen erneuert werden. Dafür wird in die defekten Kanäle eine Art Strumpf gezogen, sodass weder Wasser in das System ein- noch ausdringen kann. Die Arbeiten auf einer Länge von etwa zwei Kilometern werden etwas mehr als zwei Monate dauern und in einem Zeitfenster zwischen Anfang April und Ende Oktober stattfinden. Für die Anwohner werde es nur geringfügige Behinderungen geben, so Raue.

80.000 Euro für Überlauf 

Unter der Warmetalstraße in Ehlen soll ebenfalls in diesem Jahr der Regenüberlauf aus den 1960er Jahren technisch so verändert werden, dass er die anfallenden Schmutz- und Abwassermengen aufnehmen kann. Wie Bauamtsleiter Björn Schröder sagt, müsse bei der Hydraulik der Anlage nachgebessert werden. 80.000 Euro wird das Projekt kosten. Der Überlauf sorgt dafür, dass in der Kläranlage in Ehlen nicht zu viel Wasser ankommt.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

Kommentare