Gemeinde Körle könnte VR-Bank-Gebäude kaufen und abreißen - Investor gesucht

Beginn der Arbeiten: Im Jahr 2014 wurden bereits alte Scheunen abgerissen. Die Umgestaltung der neuen Mitte ist seitdem ins Stocken geraten. Archivfoto:  Féaux de Lacroix

Körle. In der Körler Ortsmitte soll ein neuer Platz entstehen, die VR-Bank in ein neues Gebäude umziehen und der Außenbereich der U3-Kita erweitert werden. Dieses Vorhaben stockte aber zuletzt, da der ursprüngliche Investor, Wilmar Rüttger aus Melsungen, im April dieses Jahres verstarb. Die Gemeinde hat zwar zuletzt einen neuen Investor gesucht, aber nach Aussage von Bürgermeister Mario Gerhold noch keinen Erfolg gehabt.

Das Parlament hat am Montag den Weg für einen alternativen Weg frei gemacht. Bisher war geplant, dass der Investor das derzeitige VR-Bank-Gebäude abreißt und etwas versetzt ein neues baut. Dies wäre für den Investor aber mit zusätzlichen Kosten verbunden gewesen.

Ohne Abriss kein neuer Platz

Jetzt ist geplant, dass die Gemeinde das Haus kauft und abreißt. Kostenpunkt: 200 000 Euro. So könnte der Platz im kommenden Jahr neu gestaltet werden. Die VR-Bank könnte dann, statt in einen Neubau, ins leerstehende Gebäude des ehemaligen Tegut-Lädchens ziehen. „ Es ist noch offen, ob dies eine dauerhafte oder temporäre Lösung wäre“, sagt Gerhold. Für einen Investor wäre die VR-Bank als Dauermieter sicher attraktiv.

Allerdings muss die Umgestaltung des Ortsmittelpunktes im kommenden Jahr vorgenommen und vor allem auch abgerechnet werden. Andernfalls würde das Projekt nicht aus dem Topf der Dorferneuerung gefördert. Die Umgestaltung würde weitere 200 000 Euro kosten. Zwar wäre nicht die gesamte Summe förderfähig, aber der Prozentsatz der Förderung liege immerhin bei 70 Prozent. Geld, auf das die Gemeinde laut Gerhold keinesfalls verzichten wolle und könne. Die Gemeinde favorisiere den ursprünglichen Plan, dafür müsse aber schnell ein Investor gefunden werden.

Der Platz ist etwa 1800 Quadratmeter groß, muss allerdings auch Platz bieten für das mögliche neue VR-Bank-Gebäude. Dort sollen außerdem mehrere Mietwohnung entstehen und weitere Gewerbeflächen angeboten werden. Es wäre dann außerdem Platz für eine Erweiterung des Außenbereichs der Kita vorhanden. Auch der Umzug der Arztpraxen steht und fällt mit der Platzgestaltung, denn während der Bauarbeiten stünden keine Parkplätze zur Verfügung. Die Arztpraxen wollen ins Stockwerk über die Kita ziehen, aber erst, wenn der Platz fertig ist.

Der Platz wird zwar auch als Parkplatz genutzt, würde an Wochenende aber für Veranstaltungen wie Märkte und Konzerte zur Verfügung stehen. Die Gesamtsumme für Erschließung Umbau beläuft sich laut Gerhold auf deutlich über eine Million Euro. • Kontakt: Interessierte Investoren können sich beim Bürgermeister melden unter Tel. 05665/94980

Quelle: HNA

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