Untersuchung berichtet von drastischen Belastungen

16 Gemeinden drehten an der Steuerschraube

Schwalm-Eder. Mehr als die Hälfte der Kommunen im Landkreis haben im laufenden Jahr Steuern angehoben. Das geht aus einem Papier des Bundes der Steuerzahler hervor.

16 der 27 Städte und Gemeinden haben demnach mindestens eine Steuer erhöht, neun hoben alle drei Realsteuerhebesätze an, Gilserberg und Schwalmstadt führten eine Kampfhundesteuer ein.

Für den Bund der Steuerzahler (BdSt) ist es auffällig, dass die Grundsteuern in mehreren Kommunen drastisch erhöht worden seien. Borken verlangt mit 420 Prozent den höchsten Gewerbesteuerhebesatz. Am wenigsten belastet werden die Gewerbesteuerzahler mit 310 Prozent in Gudensberg. Der am häufigsten beschlossene Hebesatz liegt bei 380 Prozent, er gilt jetzt in 17 der 27 Städte und Gemeinden. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung stieg nach der Berechnung des BdSt im Vergleich zu 2012 um 15 Punkte auf 367 Prozent.

Knapp die Hälfte der 27 Städte und Gemeinden erhöhte den Hebesatz für die Grundsteuer B. Die Spannweite reicht in diesem Jahr von 250 Prozent in Wabern bis zu 500 Prozent in Felsberg. Der Kreisdurchschnittswert bei der Grundsteuer B liegt 2013 bei 331 Prozent und stieg gegenüber dem Vorjahr um 30 Punkte an. „Eine besonders gravierende Erhöhung wurde mit 130 Punkten in Borken beschlossen. Aber auch die Steigerungen in Felsberg und Niedenstein mit jeweils 100 Punkten sowie in Bad Zwesten mit 95 und in Schwarzenborn mit 75 Punkten sind drastisch“, lautet die Einschätzung der gemeinnützigen Vereinigung.

In die Tasche greifen müssen manche Hundehalter. Gilserberg (jährlich 600 Euro) und Schwalmstadt (480 Euro) führten die Kampfhundesteuer ein. Am meisten verlangt mit 840 Euro Neukirchen.

Zum Vergleich: Bei den Nachbarn in Waldeck-Frankenberg erhöhten 40 Prozent der Kommunen Steuern, im Werra-Meißner-Kreis sogar 94 Prozent. (aqu)

Quelle: HNA

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