Gemeindenützliche Genossenschaft hat erste Photovoltaik-Anlage auf öffentlichem Dach installiert

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Die erste Anlage der Gemeindenützlichen Genossenschaft: Über 500 Kilowattstunden, die binnen zwei Wochen erzeugt wurden, freuen sich (von links) Walter Dase, Karl-Heinz Lawrenz, Wilm Weißmann und Friedwart Vogel.

Felsberg. Öko-Strom von öffentlichen Dächern, Betreutes Wohnen und Förderung des Tourismus hat sich die Gemeindenützliche Genossenschaft Felsberg (GeGeFe) bei der Gründung vor einem Jahr zum Ziel gesetzt.

Nun haben die 30 Mitglieder einen ersten Erfolg zu vermelden: Eine 90 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des alten Kindergartens in Böddiger produziert seit zwei Wochen Strom.

Den nächsten Anlauf in Sachen Öko-Strom nehmen die Genossen in der Gemarkung Hilgershausen. Im Bereich Geschellenbergs, auf dem zwei private Windräder stehen, sollen links und rechts der Autobahn Felder mit Solarpaneelen bestückt werden.

Module an der Autobahn

Etwa fünf Hektar groß ist die Gesamtfläche, die zum Teil zwei Landwirten gehört, zum Teil unter der Regie des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen steht. In Reihen sollen dort feststehende Module installiert werden, die eine Gesamtleistung von 3,5 Megawatt bringen. Um sich daran projektbezogen zu beteiligen, gebe es zwei Möglichkeiten, erklärt Friedwart Vogel vom Genossenschaftsvorstand: Wer die steuerliche Abschreibung bevorzugt, kann Module kaufen und an die GeGefe verpachten. Die zweite Möglichkeit: Man gewährt der Genossenschaft einen Kredit und erhält dafür Zinsen.

Wer ganz allgemein der Genossenschaft beitreten möchte, kann dies mit einer Einlage ab 100 Euro tun. Begonnen hat die Genossenschaft mit 20 Mitgliedern, jetzt sind es 30. „Es stagniert im Moment“, bedauert Vogel.

Und auch in Sachen Photovoltaik hatte sich die GeGeFe eine zügigere Umsetzung erhofft. Die Stadt Felsberg ist zwar bereit, 760 Quadratmeter Fläche auf ihren Gebäuden zu vermieten, doch sind dies zumeist Dorfgemeinschaftshäuser. Und deren Zukunft ist mit Blick auf Kosten und Nutzen ungewiss.

Sporthalle Felsberg

Ihren Blick wirft die Genossenschaft derzeit auch auf die große Sporthalle in Felsberg. Doch auch dort gibt einen Minuspunkt: ein Flachdach, von dem niemand weiß, wann es saniert werden muss.

Eine sichere und langfristige Anglegenheit ist jedoch das Dach des alten Kindergartens in Böddiger: Das städtische Gebäude samt Dach wurde saniert und soll am Samstag, 23. Juli, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Veranstaltung mit Programm beginnt nach Mitteilung von Ortsvosteher Michael Rimbach um 12 Uhr. (bmn) www.gegefe.de

Quelle: HNA

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