Siebtklässler der Förderschule nehmen an Präventionsprojekt teil

Gemeinsam gegen Gewalt

Kooperation: Am Präventionsprojekt der Wolfhager Förderschule nehmen die Mädchen und Jungen der siebten Klasse teil. Mit diesem Training sollen Gewaltsitutionen frühzeitig erkannt werden. Foto: zih

WOLFHAGEN. Im Mittelpunkt ihres einjährigen Trainings „PiT-Hessen“ (Prävention im Team) steht für die Mädchen und Jungen der siebten Klasse der Förderschule der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) der Merksatz „Täter suchen Opfer, keine Gegner.“ Mit dem jetzt in der Förderschule gestarteten Gewaltpräventionsprogramm der Hessischen Landesregierung in Kooperation mit Schulen, Polizei und Jugendhilfe sollen, so Schulleiterin Roswitha Bohl-Bleil, die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Möglichkeiten in der Lage sein, Gewalt im öffentlichen Raum möglichst frühzeitig als solche zu erkennen und sich nicht hineinziehen zu lassen. Wenn das nicht möglich ist, werden im Training verschiedene gewaltfreie Ausstiegsmöglichkeiten geübt.

Kooperationsprojekt

Neben den Siebtklässlern wird das Förderschul-Präventionsteam durch Hauptkommissar Hartmut Wolf von der Wolfhager Polizei, Sozialpädagogin Christina Büttner, den beiden Lehrkräften Astrid Rumpf-Arab und Walter Heimerl sowie Dirk Friedrichs vom Hessischen Sozialministerium vervollständigt.

Schwerpunkt des PiT-Programms ist es, die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lebensumwelt in den Mittelpunkt des Trainings zu stellen und sie so zu Experten der eigenen Sache zu machen.

Roswitha Bohl-Bleil: „Die WFS-Förderschule fühlt sich ganz besonders dem Erwerb und Training von sozialen Kompetenzen ihrer Schüler verpflichtet. Denn Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, Gewaltprävention eine verantwortungsvolle Aufgabe, der wir uns im Team mit Polizei und Jugendhilfe stellen.“

Bei den Schülern stehen natürlich die Trainings im Vordergrund, bei denen ein Jahr lang nicht die Täter, sondern die potentiellen Opfer von Gewalttaten in den Mittelpunkt rücken. Das Trainingsprogramm, das erfolgreich auf Gewaltlosigkeit und Deeskalation setzt, verbindet dabei theoretisches Wissen mit praktischen Übungen in gemeinsamen Rollenspielen. Denn wenn es um verbale, physische und psychische Gewalt im schulischen sowie persönlichen Umfeld geht, sind die Mädchen und Jungen die Experten, die ihren Lebensraum mit seinem guten und schlechten Orten kennen.

„Damit“, so Sozialpädagogin Christina Büttner, „kommt ihnen eine völlig neue Rolle zu. „Erfahren statt belehren’ gilt hier als Maxime des pädagogischen Handelns.“

(zih)

Quelle: HNA

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