Hermann-Schafft-Schule Homberg erfolgreich im Präventionsprogramm des Landes

Gemeinsam gegen Gewalt

Praktische Übung: Schüler zeigten Rollenspiele. Foto: Brückmann/nh

Homberg. Gewalt erkennen, Gewalt vermeiden: Dieses Anliegen ist gleichermaßen Botschaft und erklärtes Ziel im hessischen Gewaltpräventionsprogramm „Prävention im Team“ (PiT). In dem Programm arbeiten hessische Schulen mit Polizei und Jugendhilfe zusammen, um Schüler auf Gefahrensituationen vorzubereiten und Verhaltensweisen zu trainieren, die Gewalt vermeiden.

Die Homberger Hermann-Schafft-Schule (HSS) beteiligt sich seit 2010 an dem Programm. Das Team besteht seitdem aus den Pädagoginnen für Hörgeschädigte Silke Lohrengel und Carola Oehlerking, dem Sozialpädagogen Thomas Ellenberg und dem Polizeibeamten Ulrich Gerlach.

Weil das Programm so erfolgreich an die besonderen Bedürfnisse der hör- und sehgeschädigten Schüler angepasst wurde, überreichte Projektleiter Dirk Friedrichs vom Hessischen Sozialministerium die offiziellen PiT-Schilder in einer kleinen Feierstunde.

Von Beginn an ist das PiT-Projekt fester Bestandteil des Schulkonzepts an der HSS geworden und wird Schüler und Schülerinnen des 7. Jahrgangs in zwei Gruppen angeboten. In jedem Schuljahr finden Projekttage statt, an denen eine Unterweisung in Theorie und Praxis erfolgt, wobei dem Rollenspiel eine besondere Bedeutung zukommt.

Weil fast alle HSS-Schüler in ihren Hör- oder Sehfähigkeiten eingeschränkt sind, können sehr leicht Missverständnisse mit Eskalationsgefahr entstehen. Die Jugendlichen sollen durch das abwechselnde Spiel als Täter oder Opfer ihre Wahrnehmung für derartige Gefahren verbessern.

Wie die Übungen aussehen, zeigten kurze Rollenspiele, die Ulrich Gerlach erläuterte. Landrat Neupärtl bedankte sich für das Engagement mit einem Tagesausflug in den Wildpark Knüll. (red)

Quelle: HNA

Kommentare