Gemeinsam gewinnen: Genossenschaften als Modell für Homberg

Homberg/Marburg. Genossenschaften sind in vielen Ländern der Motor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Und das sind sie auch für Homberg, ist Dr. Dirk Richhardt überzeugt. Die Stadt beteilige sich daher am regionalen Zukunftsmanagement, so der Leiter des Stadtmarketings.

An einer Tagung zum Thema nahm er kürzlich in Marburg teil. „Die Genossenschaftsidee wird weltweit gelebt“, sagt Richhardt. Es gibt in über 100 Ländern rund um den Globus Genossenschaften. Mehr als 800 Millionen Menschen sind als Mitglied in Genossenschaften organisiert und genossenschaftliche Unternehmen bieten über 100 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz. Auch in Homberg gibt es eine starke genossenschaftliche Gruppe.

„Die KBG, die Raiffeisenbanken und auch die Knüll-Touristik, das Rotkäppchenland und manche Altersheime und Mehrgenerationenhäuser sind Genossenschaften“, nennt Richhardt Beispiele. „Sie alle stärken die Region“, erklärt er. „Gemeinsam handeln – mehr erreichen“ – so lautet die Devise der Genossenschaften. „Für Homberg ergeben sich daraus Chancen“, sagt Richhardt, vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien. Der ländliche Raum sei flexibler und weiträumiger und somit ein Entwicklungsraum. Großstädte und Ballungsgebiete kämen dabei schnell an ihre Grenzen. „Wir haben die Fläche dafür“, sagt Richhardt. Nun gelte es aber auch wachsam zu sein. „Wir müssen darauf aufmerksam machen, dass wir eine ideale Region dafür sind, wir haben eine lange Erfahrung in Sachen Genossenschaften und alternative Energien können ein Standbein für uns sein“, erklärt er.

Ein positives Beispiel sei die Stadt Marburg: Bei der alternativen Energie erwartet die Stadt Marburg einen Gewinn von zwei Millionen Euro. Alternative Energie könne aber nur im ländlichen Raum erzeugt werden und werden damit dort für Innovation sorgen. „Die Ballungszentren können das nicht und sind auf einen funktionierenden ländlichen Raum angewiesen. Energiegewinnung und Investitionen müssen die Menschen im ländlichen Raum mitnehmen und müssen die Chancen darstellen den demografischen Wandel aufzuhalten.“ Eine Wertschöpfung durch Energiegewinnung und innovative Forschungen stärke den ländlichen Wirtschaftsraum. „Gut geeignet für eine solche wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sei die Genossenschaft“, für diese Idee will Richhardt nun werben.

Quelle: HNA

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