Internationale Comenius-Schulpartnerschaft setzt sich für Umwelt ein

Gemeinsam für die Welt

Sie malten gemeinsam ein Plakat zum Thema Umweltschutz: von links Carolina Schmid (14 Jahre, Deutschland), Cyrille Prince (13, Frankreich), Dominika Pacyna (16, Polen), Rebecca Marcone (16, Italien). Foto: Mangold

Fritzlar. Die Architektur der Häuser, die Dächer und das viele Holz haben es Süleyman Alperen Altug aus der Türkei bei ihrem Besuch in Fritzlar besonders angetan.

Der 17-Jährige gehört zu den Schülern, die mit ihren Lehrern im Rahmen der Comenius-Schulpartnerschaft zu Gast an der Ursulinenschule waren.

51 internationale Gäste

Mit dem Besuch der insgesamt 51 Gäste aus Frankreich, Polen, Italien, Finnland und der Türkei startete die neue Schulpartnerschaft. Das nächste Treffen wird im März in der Türkei stattfinden. Unter dem Motto „Energize your world“ arbeiteten die Schüler gemeinsam verschiedenen Projekten zum Thema Umweltschutz und erneuerbare Energien.

So entwarfen die Schüler beispielsweise Werbeplakate für einen schonenden Umgang mit Ressourcen. mit Schülern der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen wurden Solarmobile gebaut.

Die ausländischen Gäste interessierte besonders das duale Ausbildungssystem in Deutschland – also die Kombination aus Berufsausbildung und Schule. „Das ist ein großes Problem in Italien“, sagte Deutsch-Lehrerin Marcella Pilatone aus Italien. Die Schulen hätten nicht so einen engen Kontakt zur Arbeitswelt wie in Deutschland.

Würde Italien Deutschlands Vorbild folgen, könne man vielleicht die große Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen, glaubt sie.

Zum Programm der Comenius-Woche gehörten auch Besuche in Solarunternehmen, Wasserkraft- und Biogasanlage sowie ein Abstecher zum Edersee.

Parallel zum Klima-Gipfel in Warschau veranstalteten die Schüler eine eigene Veranstaltung, bei der sie sich über die Energiepolitik der anderen Länder und über die Umweltschutzbemühungen der jeweiligen Schulen informierten.

„Die Schüler arbeiten super konzentriert“, sagte Birgit Anders, Lehrerin der Ursulinenschule und Comenius-Koordinatorin für alle sechs Partnerschulen. Die internationale Kooperation mache viel Spaß, die Verständigung klappe gut in englischer, französischer und deutscher Sprache.

Untergebracht sind die Gäste bei Familien der Schulgemeinde. „Ich habe nicht so gute Ergebnisse erwartet“, sagte Bilal Mavi, stellvertretender Schulleiter der türkischen Partnerschule. Die Schüler hätten gut miteinander gearbeitet. Für die meisten sei es der erste Besuch im Ausland überhaupt gewesen, erzählte er.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

Kommentare