Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss

Gemeinschaftsliste Guxhagen will Hunde an die Leine nehmen

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Nur noch an der Leine Gassi gehen? Das halten einige Kommunalpolitiker in Guxhagen rechtlich nicht für möglich. 

Guxhagen. Das Parlament Guxhagen hat sich am Dienstagabend mit einem Leinenzwang für Hunde im Gemeindegebiet befasst. 

In der Sache verwiesen die Gemeindevertreter einen Antrag der Gemeinschaftsliste Freie Wähler Guxhagen zur Diskussion in den Haupt- und Finanzausschuss.

Das allerdings war nicht im Sinne des Antragstellers, der den Gemeindevorstand direkt beauftragen wollte, eine Satzung zu erarbeiten. Die sollte es möglich machen, in der Großgemeinde einen Leinenzwang für Hunde einzuführen.

In der Antragsbegründung heißt es, frei laufende Hunde belästigten spielende Kinder, Spaziergänger und Radfahrer. Zudem verkoteten sie Spielplätze, Wege und Straßen. Bei angeleinten Hunden sei dies nicht der Fall. Kot könne umgehend eingesammelt werden.

Futter mit Kot

Dies sei auch im Sinne der Flurhygiene, erklärte Bernhard Reuße von der Gemeinschaftsliste. Denn auf den Äckern seien der Futteranbau fürs Vieh schlecht von den Hundehaufen zu trennen. So fresse jede Kuh Futter mit Kot.

Dass Hunde Kinder und Radler belästigen und überall ihren Kot hinterlassen, „stimmt so nicht“, sagte Martin Graefe (CDU). Die meisten Hundehalter verhielten sich anders und sammelten etwa Hundekot ein. Auch sei ein genereller Leinenzwang nicht rechtmäßig. Graefe stellte den Antrag, das Anliegen der Gemeinschaftsliste in den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen, damit in der Sache eine vernünftige Diskussion zustande kommen könne.

Manfred Hollstein (Bündnisgrüne) sah in einem generellen Leinenzwang die „Verhältnismäßigkeit nicht gegeben“. Wenn sich Einzelne nicht verhielten wie gewünscht, könne man nicht für alle einen Leinenzwang einführen. Gleichwohl gebe es sensible Bereiche wie beispielsweise das Freibadgelände, wo ein Leinenzwang Sinn machen könne. Solche Fragen sollten in Ruhe im Haupt- und Finanzausschuss besprochen werden.

Reiner Kramm (SPD) befürwortete sowohl eine Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss als auch die Idee, dass sich der Gemeindevorstand im Sinne des GL-Antrags Gedanken mache. Die von der Gemeinschaftsliste vorgestellte Problematik gebe es. Ein Leinenzwang an einzelnen Orten sei möglich. Die Frage sei indes, ob ein Leinenzwang auch kontrollierbar sei. Daran habe er Zweifel, erklärte Kramm.

Quelle: HNA

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