Gemeldeter Dachstuhlbrand entpuppt sich als grober Unfug

Heßlar. Am Montag um 21.00 Uhr wurde die Rettungsleitstelle von einem Dachstuhlbrand in der Lindenstraße im Felsberger Stadtteil Heßlar alarmiert.

Daraufhin rückten die Freiwilligen Feuerwehren Heßlar, Melgershausen und die Kernstadtwehr, das DRK Edertal, der Notarzt und ein Rettungswagen aus Melsungen sowie die Polizei zu der gemeldeten Brandstelle aus. Insgesamt waren über 40 Einsatzkräfte vor Ort. Doch bei deren Eintreffen war glücklicherweise kein Feuer zu sehen. Die Bewohnerin stand ganz erschrocken vor dem Gebäude. Weder brannte es bei ihr, noch hatte sie die Rettungsleitstelle alarmiert. Die Einsatzkräfte überprüften gemeinsam mit der Polizei nicht nur das gemeldete Gebäude, sondern auch die umliegenden Häuser. Doch es war kein Brand festzustellen.

Schnell kam der Verdacht auf, dass sich der Anrufer vertan hatte und es sich um die Lindenwiese im benachbarten Stadtteil Melgershausen handelte. Polizei und Feuerwehr machten sich daraufhin nach Melgershausen auf den Weg. Doch auch hier war kein Brand zu bemerken. Die Einsatzkräfte gehen jetzt davon aus, dass es sich um einen Täuschungsanruf handelt. Allerdings wird dieser Unfug für den Anrufer nicht ohne Folgen bleiben. Über die Telefonsysteme bei der Rettungsleitstelle sind seine Telefonnummer und auch die Anschrift zu ermitteln. Was dann folgt ist nicht nur eine Strafe der Staatsanwaltschaft, sondern auch eine mehrere Tausend Euro hohe Rechnung für den Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Keinerlei Verständnis für solchen groben Unfug hatten einige aufgeregte Anwohner der Lindenstraße. Sie sagten: Was wäre wohl, wenn es jetzt wahrhaftig irgendwo anders gebrannt hätte, oder der Notarzt dringend bei einem lebensrettendem Notfalleinsatz gebraucht worden wäre? Die durch den falschen Anruf entstandenen Zeitverzögerungen hätten Leben kosten können. (zot)

Quelle: HNA

Kommentare