150 Rekruten und junge Soldaten legten gemeinsam ihr Treuegelöbnis ab

General fordert Rückhalt

Stimmungsvolle Feier im Stadtpark: Links unten befördert Oberst Gunter Schneider Benjamin Tritschler zum Hauptmann, rechts oben Brigadegeneral Volker Bescht, Oberstleutnant Jan-Peter Fiolka und Bürgermeister Manfred Vollmer. Fotos: Wieber

Stadtallendorf - Eingebunden ins traditionelle Stadtallendorfer Heimat- und Soldatenfest sind am Samstag 100 Rekruten der 10. Kompanie des Jägerregimentes 1 aus Schwarzenborn und 50 junge Soldaten der 6. Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons der Division für spezielle Operationen (DSO) im Heinz-Lang-Park angetreten.

Vor hunderten Zuschauern gelobten oder schworen sie in der stimmungsvollen Atmosphäre des Weindorfs die Treueformel, untermalt von Musik des Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz.

Feierliches Gelöbnis im Heinz-Lang-Park Stadtallendorf

In seiner Rede zollte General Volker Bescht, Kommandeur der DSO, den Rekruten Respekt für ihre freiwillige Entscheidung in einer Zeit des veränderten Bundeswehrauftrags. „Die Bundeswehr ist von einem Instrument der Verteidigungspolitik zu einem Instrument der Außenpolitik geworden“, sagte der General. Er kritisierte zugleich die Aussetzung der Wehrpflicht, die vor dem finanziellen Hintergrund zu überhastet gekommen sei.

Drei Wünsche hatte der General. Er fordert die Politik auf, jeden Einsatz genauestens abzuwägen, den Auftrag klar zu umreißen und das notwendige Geld zur Verfügung zu stellen.

Bürgermeister Manfred Vollmer lobte die Freiwilligen: „Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeit“. Eine breite Akzeptanz der Soldaten in der Öffentlichkeit sei zwingend erforderlich, unterstrich er. Die erforderliche Infrastruktur und Ausrüstung müsse zur Verfügung stehen.

Für Oberleutnant Benjamin Tritschler, Kompaniechef der 10. Kompanie des Jägerregiments, hatte Oberst Gunter Schneider, Kommandeur des Schwarzenborner Jägerregimentes, eine Überraschung im Rucksack. Vor den Augen der angetretenen Kompanie und unter dem Beifall der Zuschauer und Familienangehörigen beförderte er den jungen Offizier zum Hauptmann und heftete ihm zusammen mit Oberstleutnant Thomas Geßner, stellvertretender Regimentskommandeur, den dritten Stern auf die Schulter.

Quelle: HNA

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