Verein Miteinander-Füreinander und Oikos Sozialzentrum eröffnen Begegnungsstätte

Generationen treffen sich

Für die Begegnungsstätte: von links Heinrich Ploch, Norbert Miltz, Petra Lauer, Eszter Facsko-Otto und Anke Klinke vom Verein Miteinander-Füreinander und dem Sozialzentrum Oikos. Foto: Schittelkopp

Ottrau. Junge und ältere Menschen haben bald einen neuen Treffpunkt in Ottrau. Der Verein Miteinander-Füreinander sowie das Oikos Sozialzentrum eröffnen ab Oktober die Begegnungsstätte im ehemaligen Pfarrhaus. Oikos bietet dort Tagesbetreuung für Senioren an, zudem steht das Haus für Begegnungen mit Angehörigen offen.

Auf 110 Quadratmetern bietet Oikos zukünftig zweimal pro Woche, montags und freitags, sein Betreuungsangebot an. Damit sollen Angehörige entlastet werden. „Wir wollen auch einer Isolation der älteren Menschen vorbeugen“, sagte Geschäftsführerin Petra Lauer.

Inklusion wird gelebt

Die Idee für das Mehrgenerationenhaus hatte der Verein Miteinander-Füreinander. Denn neben der Seniorenbetreuung üben auch Vereine in dem ehemaligen Pfarrhaus, Kindergottesdienste finden statt sowie der Unterricht für Konfirmanden. „Das ist gelebte Inklusion“, sagte Vereinsvorsitzender Heinrich Ploch, denn das Gebäude wird von Menschen unterschiedlichen Alters genutzt.

110 000 Euro investierten der Verein und das Sozialzentrum in das Ottrauer Pfarrhaus, die Hälfte davon kam als Zuschuss vom Land. Drei Jahre lang planten die Mitglieder von Miteinander-Füreinander an ihrem Vorhaben. Der Hof und Terrasse wurden gestaltet und die Räume barrierefrei gebaut. Zudem war es über Spenden möglich, die Räume mit altersgerechtem Mobiliar und einer Küche auszustatten.

Weiter am Leben teilhaben

Die Begegnungsstätte erfährt Rückhalt in der Gemeinde, denn neben dem Dienstleister Oikos und dem Verein waren auch die politischen Gremien sowie die Kirche beteiligt. „Unterschiedliche Akteure der Gemeinde wollen ein Ziel“, sagte Petra Lauer, das sei außergewöhnlich. „Die Ottrauer finden die Idee toll und unterstützen uns“, betonte Ploch.

„Die älteren Menschen sollen aus ihren Wohnungen herausgehen und weiterhin am Leben teilhaben“, betonte Heinrich Ploch. Oikos bietet in der Begegnungsstätte keine Pflege an, sondern betreut und beschäftigt die Senioren.

Die älteren Menschen sollen weiterhin selbst bestimmen können, denn die Gruppe wird nach eigenen Vorstellungen ihren Tag gestalten: mit Basteln, Singen, Kochen und Spazierengehen. Auch die Familien werden eingebunden.

Informationen zur Betreuung erteilt Eszter Facsko-Otto unter Tel. 06691/9635 122.

• Der Tag der offenen Tür im Ottrauer Begegnungszentrum findet am Sonntag, 15. September, ab 14 Uhr statt.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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