Noch ein Jahr Afrika

Gensungerin verlängerte Freiwilligendienst auf die Maximalzeit von 24 Monaten

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Noch einmal Benin: Saskia Pfannkuch mit Gepäck auf dem Flughafen.

Gensungen/Benin. Es läuft nicht alles nach Plan in Afrika. Denn sonst stünde Saskia Pfannkuch aus Gensungen in Deutschland kurz vor ihrem Studienstart. Aber es sollte anders kommen: Die Gensungerin verlängerte ihren Dienst als Weltwärts-Freiwillige auf die Maximalzeit von 24 Monaten und ist nun im Norden Benins ein weiteres Jahr tätig.

Zwischendrin gönnte sie sich einen vierwöchigen Deutschland-Aufenthalt. Nach zwölf Monaten in Westafrika. Dem Heimaturlaub gingen viele Fragen voraus: Wie wird es sein, wieder regelmäßig Strom zu haben? Wird es sich komisch anfühlen, unter einer Dusche mit fließend warmen Wasser zu stehen?

„Ich freute mich auf viele Dinge und tatsächlich habe ich meine vier Wochen in der Heimat vollends genießen können. Alltag hat sich in dieser Zeit nicht eingestellt, denn dafür gab es zu viel zu unternehmen und zu viele Freunde und Verwandte zu besuchen“, sagt Saskia Pfannkuch. Erstaunt habe sie die Selbstverständlichkeit, mit der Strom, Wasser, Autos, geteerte Straßen und volle Kühlschränke zum deutschen Leben gehörten. „Es war so natürlich, in das Bad zu gehen und warm zu duschen.“ Genauso war es aber auch andersherum: Die Eimerdusche und der abendliche Gang mit der Taschenlampe zur Latrine waren in Afrika normal, berichtet sie.

Gut zehn Monate hat die Gensungerin in Benin nun noch vor sich. Dieses Mal allerdings nicht in der Kleinstadt Tanguiéta und dem Ausbildungszentrum für Schneiderinnen – der letzten Station –, sondern im von dort zehn Kilometer entfernten Dorf Taiacou. Dort arbeitet die Gensungerin nun in einem Waisenhaus.

„Auch wenn zwischen diesen beiden Orten nur ein paar Kilometer liegen, merkt man doch, dass das Leben unterschiedlich ist“, berichtet sie. Während es in Tanguiéta viele Volksgruppen gebe und die Leute mehr dem westlichen Einfluss ausgesetzt seien, so werde in Taiacou noch mehr an Traditionen festgehalten. Saskia Pfannkuch: „In den nächsten Monaten wird es für mich viel Neues zu lernen geben. Aber dank der vielen Erfahrungen aus dem letzten Jahr wird es nicht ganz neu sein.“

Quelle: HNA

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