Fünf Säcke Streusalz und eine Stereoanlage entwendet

Gericht: Geldstrafe für reumütigen Dieb

Schwalmstadt-Treysa. Weil er fünf Säcke Streusalz und eine Stereoanlage gestohlen hatte, musste sich ein 41-Jähriger aus dem Kreisteil Ziegenhain vor dem Amtsgericht in Treysa verantworten.

Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 650 Euro. Zudem trägt der Mann die Kosten des Verfahrens.

Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht reumütig und beteuerte, es käme nicht wieder vor. Er gestand, im Januar dieses Jahres das Streusalz aus einer diakonischen Einrichtung im Kreisteil Ziegenhain entwendet zu haben. Auch den Diebstahl der Stereoanlage aus einer Bankfiliale im südlichen Schwalm-Eder-Kreis im Februar gab er zu.

Durch Zeugenaussagen und das Überwachungsvideo der Bank war die Polizei dem Mann auf die Spur gekommen. Die Stereoanlage hatte er bereits einen Tag nach der Tat an die Polizei übergeben, als diese ihn in seiner Wohnung aufsuchte.

Vor Gericht gab der Angeklagte an, unter Alkoholproblemen zu leiden. Er befinde sich in psychologischer Behandlung. „Dass ich Hilfe brauche, ist klar, aber wir versuchen es erst einmal ambulant hinzukriegen“, sagte er. Eine Langzeittherapie sei aber beantragt worden.

Zur Verstärkung seine Alkoholprobleme habe ein Übergriff auf seine Person beigetragen. Der 41-Jährige gab an, vor einiger Zeit von Unbekannten vor seiner Haustür überfallen und brutal zusammengeschlagen worden zu sein. Dabei habe er einen Schädelbasisbruch erlitten. Seitdem leide er unter Sprachschwierigkeiten. Er sei sich aber bewusst, dass dies keine Entschuldigung für sein Verhalten sei.

Das Gericht nahm das Geständnis des Mannes positiv auf, wies jedoch auch auf diverse Vorstrafen hin. Wegen Unterschlagung, Besitz von Betäubungsmitteln und Hausfriedensbruch mit Körperverletzung hatte sich der 41-Jährige in den 1990er Jahren vor Gericht verantworten müssen. Außerdem war er 2010 bereits einmal wegen Diebstahls aufgefallen. (zhk)

Quelle: HNA

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