ie Fritzlarer SPD hat die 49-jährige Ökonomin als Bürgermeisterkandidatin nominiert

Gerlinde Draude will Bürgermeisterin werden

Gerlinde Draude

Fritzlar. Kämpferisch, aber ganz bestimmt nicht streitlustig. So geht Gerlinde Draude in das Rennen um das Bürgermeisteramt. Die SPD hat die 49-Jährige am Montag für die Kandidatur aufgestellt.

Im ersten Wahlgang setzte sie sich gegen Martin Hannappel, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung, durch.

Es habe zwei kämpferische Reden gegeben, sagte Fritzlars SPD-Chef Michael Kreutzmann über die Versammlung. Ein fertiges Wahlprogramm könne sie noch nicht vorlegten, sagt Draude einen Tag nach der Nominierung. Einige Schwerpunkte, um die sie sich als Bürgermeisterin kümmern würde, nennt sie aber schon.

Seit 20 Jahren Politik

Betreuung von Kindern unter drei Jahren („Da brauchen wir ein Gesamtkonzept.“), eine bessere Einbindung der Stadtteile, Werbung für die Gewerbegebiete und Stadtmarketing gehören dazu. Das bedeutet nicht, dass die selbstständige Unternehmerin mit dem bisherigen Stand unzufrieden wäre: „Die Stadtentwicklung in Fritzlar ist phänomenal.“ Dafür habe auch die SPD ihren Teil beigetragen, sagt Draude.

Die gebürtige Fritzlarerin ist seit 20 Jahren (mit einer Babypause) in der Kommunalpolitik aktiv, sie war auch im Magistrat. Sie könne sich sehr gut vorstellen, das hauptberuflich zu machen und sagt: „Kommunalpolitik war immer mein Ding.“ Der Name Draude ist in Fritzlar bekannt, der Vater der Kandidatin hat eine alt eingesessene Zimmerei. Nun will die Tochter sich auch in den Stadtteilen bekannt machen. Bis zur Bürgermeisterwahl am 29. Januar bleibt noch Zeit. Doch der Anspruch von Gerlinde Draude und der SPD ist klar. Sie sei keine Zählkandidatin, sagt Michael Kreutzmann, sondern: „Wir setzen auf Gewinnen.“

Sollte Draude gewinnen, müsste sie ohne parlamentarische Mehrheit Bürgermeisterin sein. Das schreckt sie jedoch nicht. Zum einen, betont Kreutzmann, habe die CDU in Fritzlar keine absolute Mehrheit, zum anderen könne die Kandidatin mit allen Parteien gut auskommen. Draude sagt das so: „Mit mir kann man sich nur schlecht streiten.

Von den Rathausmitarbeitern, deren Chefin Gerlinde Draude nächstes Jahr werden könnte, hat sie ein gutes Bild. Die Verwaltung arbeite gut. Allerdings würden mehrere Amtsleiter in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen, dann gelte es, gute Nachfolger zu finden. Sie könne als Bürgermeisterin Erfahrungen aus ihrem bisherigen Beruf nutzen: „Ich würde mein unternehmerisches Denken einbringen.“

Quelle: HNA

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