Die Gerüstbauer können anrücken

Gilserberger Glockenturm wird erneuert

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Weitere Spenden für die Glockenturmsanierung gesucht (von links) Fritz Otto, Kastenmeister der Kirchengemeinde, Pfarrer Norbert Graß, Heinrich Wagner, Vorsitzender der Jagdgenossen sowie Hans Georg Trümner (Jagdausschuss Gilserberg).

Gilserberg. Was lange währt, wird endlich gut: Der Glockenturm der evangelischen Kirche Gilserberg wird renoviert. Dass das Gebälk marode ist, war seit über zehn Jahren zu beobachten. Nun ist der Bewilligungsbescheid der Landeskirche da. Am 10. April rücken die Gerüstbauer an.

„Ich bin froh, dass es endlich losgeht“, sagt Pfarrer Norbert Graß. Seit geraumer Zeit habe die Gefahr bestanden, dass der Glockenturm ineinanderfallen könne. So brüchig sei der verschieferte Turmhelm und die darunter liegende Holzkonstruktion, dass der oberhalb des steinernen Kirchturms liegende Glockenturm komplett erneuter werden müsse.

In diesem Zusammenhang werde auch der Glockenstuhl ober halb des steinernen Kirchturms erneuert: Die sechs Kirchenglocken, die bislang auf zwei Glockenstühlen aus Stahl liegen, sollen künftig nur noch von einem Glockenstuhl aus Eichenholz getragen werden. Der Grund: Holz nimmt die Schwingungen der Glocken besser auf.

208.000 Euro hat die Landeskirche hierfür zur Verfügung gestellt. Da zu befürchten sei, dass die Kosten damit nicht gedeckt werden können, ruft die Kirchengemeinde zu Spenden für den neuen Glockenturm auf.

Den Anfang machten die Jagdgenossen Gilserberg, die unter ihrem Vorsitzenden Heinrich Wagner und Hans Georg Trümner vom Jagdausschuss einen Scheck in Höhe von 1000 Euro an die Kirchengemeinde übergaben. Bis Ende Mai sollen laut Ausschreibung die Arbeiten der Dachdecker, Zimmerleute und der Glockenbaufirma beendet sein, der Glockenturm dann in neu verschiefertem Glanz erstrahlen.

Bis dahin werden die Gilserberger mit einigen Einschränkungen leben müssen: die Kirchturmuhren werden nicht mehr zu sehen, der gesamte Kirchturm eingerüstet sein und auch die Glocken während der Bauarbeiten verstummen. „Einen idealen Zeitpunkt über die Arbeiten gibt es nicht“, sagt Wagner, selbst langjähriges Kirchenvorstandsmitglied, abschließend. So werden die Gottesdienste auch während der Bauarbeiten wie gewohnt stattfinden. (bf)

Quelle: HNA

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