Ein Geschenk für Barry: Ausverkaufte Gala im Staatstheater erinnerte an den Tänzer und Ballettlehrer

Hommage an einen Ballettverrückten: 360 Tänzerinnen und Tänzer gestalteten die Galavorstellung im Großen Haus des Kasseler Staatstheaters – zum Gedenken an Barry Wilkinson, der vor zwei Jahren starb. Foto: nh

Kassel/Schwalm-Eder. „Der Tanz ist das stärkste Ausdrucksmittel der menschlichen Seele“. Das war das Lebensmotto von Barry Wilkinson, Gründer der größten Ballettschule in Nordhessen, die heute von seiner Frau Angela weitergeführt wird.

Und dieses Lebensmotto verspürten die Besucher im ausverkauften Staatstheater Kassel, als 360 Tänzerinnen und Tänzer zum zweiten Mal mit einer Ballettgala ihres Lehrers gedachten, der in diesen Wochen 62 Jahre alt geworden wäre.

„Das ist ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk“, da war sich Moderatorin Bettina Schrauf vom Hessischen Rundfunk sicher, das ihn nicht nur mit großem Stolz erfüllen würde, sondern das „dort oben“ auch ankommt.

Feuereifer legten die 7- bis 10-jährigen Tänzerinnen aus den Tanzschulen Fritzlar und Melsungen in ihre tänzerischen Darbietungen. Ein europäisches Potpourri, liebevoll zusammengestellt von den Ballettlehrerinnen Brigitte Gautschi und Angela Wilkinson, zeigte die Vielseitigkeit des klassischen Balletts.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Pax de deux aus dem Ballett „Cinderella“, graziös getanzt von Ludivine Thiel und Lisa-Marie Georgi nach einer Choreographie der Ballettmeisterin Susan White.

Und weil es Barry Wilkinsons Lieblingsballett war, durfte es an diesem Abend auch nicht fehlen: das Ballett „Schwanensee“ mit dem „Italienischen Tanz“ und dem „Eintritt der Schwäne“, so „locker und leicht wie Milky way“, hätte Barry Wilkinson wohl dazu gesagt, wusste die Moderatorin.

„So locker und leicht wie Milky Way, hätte Barry gesagt.“

Melancholie kam zu Beginn des zweiten Programmteils auf. Ehemalige Schülerinnen waren nach vielen Jahren zusammengekommen, um auf der Bühne, auf der einst auch Barry Wilkinson als Tänzer stand, ihrem Ballettlehrer zu Ehren noch einmal ihren ersten Tanz zu präsentieren: „New York“ zu Sinatras Song.

Wie gut klassisches Ballett und Hip Hop harmonieren, bewiesen Tänzerinnen und Tänzer der Ballettschule Wilkinson und der Tanzschule „Body and soul“ im Anschluss unter Leitung von Tanzlehrer und Profitänzer Pete Ezedunor.

Mit Theresa Zängler als Frühlingsopfer in dem spektakulär dargebotenem Ballett „Le sacre du printemps“ unter der Choreografie von Susan White endete eine Gala, die nicht nur an Barry erinnern sollte, sondern auch zeigte, dass seine Saat aufgegangen ist. (red)

Quelle: HNA

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