Neuer Eco-Pfad Kulturgeschichte führt zu sieben historisch bedeutsamen Stationen

Ein Weg zur Geschichte

Start: Am Ausgangspunkt, dem früheren Tauchbad der jüdischen Gemeinde, wurde am Mittwoch der neue Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen eingeweiht. Foto:  Norbert Müller

Wolfhagen. Sie machen nachvollziehbar, wie sich die Region historisch entwickelt hat und welche spannenden Spuren aus der Vergangenheit heute noch zu finden sind: die sogenannten Eco-Pfade. 18 dieser Strecken gibt es mittlerweile im Landkreis Kassel, der jüngste wurde am Mittwochnachmittag in Wolfhagen eingeweiht.

Kulturgeschichte und Archäologie sind die Themenschwerpunkte der Strecken, die in Form eines ausgedehnten Spaziergangs absolviert werden können. Der Eco-Pfad in Wolfhagen ist in gut drei Stunden zu bewältigen. Bei der Einweihung durch Landrat Uwe Schmidt verzichtete man angesichts des nasskalten Wetters allerdings auf einen Rundgang. Die Tour will man im kommenden Frühjahr nachholen.

Erfolgsmodell

„Die Eco-Pfade im Landkreis Kassel sind ein Erfolgsmodell, das in der Region immer mehr an Bedeutung gewinnt“, sagte Schmidt. Der 18. Eco-Pfad in der Region und erste in Wolfhagen ermögliche eine spannende Zeitreise durch die Industrie- und Kulturgeschichte der ältesten Stadt im Landkreis Kassel.

Im Altkreis Wolfhagen seien weitere Pfade in Naumburg, Habichtswald und Burghasungen geplant. Insgesamt sollen es im Landkreis allerdings nicht mehr als 30 Eco-Pfade werden, erklärte Landrat Schmidt, der ankündigte, „wir wollen die Idee Eco-Pfad weiterentwickeln“ und den Service verbessern.

Hörführungen

So gibt es bereits für drei Pfade - Dörnberg, Helmarshausen und Gottsbüren - Hörführungen. Sie kann man von der Internetseite www.eco-pfade.de herunterladen oder im Info-Zentrum des Naturparks Habichtswald auf dem Dörnberg und im Info-Zentrum Reinhardswald im Tierpark als CD für drei Euro erwerben. Unterwegs kann man sich dann an den Stationen, an denen auch Tafeln komprimiert über die Besonderheit des Ortes informieren, die ausführlichen Texte anhören.

Gestaltung und Errichtung der Tafeln und Wegweiser für den Wolfhager Eco-Pfad kosteten 17 600 Euro. 8700 Euro spendierte das Land Hessen aus Töpfen der Europäischen Gemeinschaft, den Rest trägt die Stadt Wolfhagen.

Bürgermeister Reinhard Schaake dankte allen an der Realisierung Beteiligten, dem Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein für sein Engagement bei der Ausarbeitung der Strecke und dem Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen für dessen Unterstützung.

Geschichtsvereinsvorsitzender Richard Mangold skizzierte die Entstehung des Pfades, gab Informationen zu den Stationen und äußerte den Wunsch, dass der Pfad des Interesse an der Geschichte wecken möge. HINTERGRÜNDE

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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